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Erst Laden, dann Café: gramm.genau eröffnet in Bockenheim

Die letzten Gläser werden befüllt, die letzen Lampen angeschraubt und die letzten Regale gebaut, dann kann es losgehen: Wir eröffnen unseren gramm.genau-Laden in Bockenheim und ihr seid herzlich eingeladen! An unserer Abfüllbar könnt ihr lose Lebensmittel von uns abgefüllt bekommen – entweder in eure eigenen Behälter oder in unser Pfandsystem. Außerdem könnt ihr Kosmetik- und Haushaltsprodukte einkaufen – natürlich lose und plastikfrei. Los geht´s!

Diese Woche:
Am 7. Februar 16-19 Uhr „Kleine Eröffnung“ (nur Laden)

Save the Date:
Am 2. März 10-19 Uhr offizielle Eröffnung Laden und Café

Wir freuen uns auf euch!
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Ihr fragt, wir antworten:
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­Wann kann ich bei gramm.genau unverpackt einkaufen?

Ab dem 8.2. könnt ihr montags bis freitags von 10-19 Uhr bei uns unverpackt einkaufen.
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Warum gibt es zwei getrennte Eröffnungs-Termine?

Wir möchten zuerst den Unverpackt-Verkauf optimieren, solange der Café-Betrieb noch nicht läuft. Für uns heißt es jetzt Kasse und Waage einspielen, Abfüllbar testen, KundInnen zur Produktauswahl befragen und vieles mehr. Es ist ja ein ziemlich neues Konzept, da ihr euch nicht selbst bedient, sondern wir die losen Lebensmittel auf Wunsch an der Theke abfüllen.

Was passiert mit dem Laden in Bornheim?

Die Berger Straße 26 bleibt weiter Abholstation für online vorbestellte Waren von gramm.genau. Unabhängig davon bietet das Main Gemüse weiterhin ein reduziertes Unverpackt-Sortiment zum Selbstabfüllen an.

#Plastikfasten Woche 1: Nur was für Reiche?

Wir sind begeistert: So viele Follower, Fans und Interessierte machen mit beim #Plastikfasten! Wir haben viele Tipps bekommen und gegeben – die Zusammenfassung findet ihr unten. Und wurden gefragt: Was kostet ein plastikfreier Einkauf? Kann ich mir das überhaupt leisten?

5 Erkenntnisse zu #Plastikfasten und Geld

Bei dieser Frage gibt es zwei vorherrschende Meinungen. Die einen sagen, nachhaltige Produkte sind so teuer, dass es sich nur die oberen 10% der Bevölkerung leisten können. Die anderen sagen, ein müllfreier Lebensstil ist nicht nur gut für die Umwelt sondern auch für den Geldbeutel. Was stimmt denn nun?

1. Lebensmittel-Einkauf

Wie in vielen Dingen liegt die Realität irgendwo dazwischen. Wir müssen unterscheiden zwischen der Produktqualität und der Produktverpackung. Hier beginnt schon die Herausforderung: Beim Discounter bekomme ich sehr günstige Lebensmittel aus konventioneller Herstellung, allerdings nur in Plastik verpackt. Wenn ich zum Bio-Händler gehe, bekomme ich Obst und Gemüse lose und viele frische Produkte in Mehrwegbehältern. Mein Einkauf wird hier verpackungsärmer, aber, da die Produkte hier eine bessere Qualität haben, auch teurer.

Erkenntnis No1: Verpackung und Qualität lassen sich nicht trennen. Wer weniger Müll will, muss bessere Qualität kaufen und dafür mehr bezahlen.

2. Gewohnheiten

Coffee-To-Go, Salat mit Plastikgeschirr, Einkaufstüte: Alle diese Dinge gibt es nur, weil wir bequem sind und sich damit Geld verdienen lässt. Hier ist die Stelle, an der #Plastikfasten richtig Geld spart! Mehrweg-Kaffebecher sind eine einmalige Anschaffung und sparen jeden Tag Geld: Wer sich seinen Kaffee zu Hause brüht, spart mit jedem Becher bis zu 1,50 Euro. Weitere Spartricks: Einkaufsbeutel selbst dabeihaben, Salat zu Hause vorbereiten und im Glas / in der Dose mitnehmen, Wasserflasche unterwegs auffüllen statt teures Flaschenwasser am Bahnhof zu kaufen. Einsparfaktor: Je nach Konsumverhalten über 100 Euro im Monat (Single-Haushalt).

Erkenntnis No2: Aus Bequemlichkeit greifen wir häufig zu Convenience-Produkten. Wer stattdessen gezielt konsumiert und sich vorbereitet, spart bares Geld!

3. Kaufentscheidungen

Wichtige Frage beim #Plastikfasten: Brauche ich das wirklich? Allein schon dadurch, dass wir überflüssige Dinge nicht kaufen, sparen wir Geld und schonen die Umwelt. Und haben mehr Zeit, die wir mit schönen Dingen verbringen können. Plastikfreie Anschaffungen sind häufig teurer, halten aber auch länger. Ein Beispiel ist unser Shampoo am Stück: Kostet zwar doppelt so viel wie ein Shampoo im Drogeriemarkt, hält aber auch doppelt so lange. (von der Qualität mal ganz abgesehen, siehe 1.)

Erkenntnis No3: Indem wir Kaufentscheidungen hinterfragen, sparen wir Geld. Nachhaltige Produkte sind aber in der Erst-Anschaffung teurer.

4. Fertig VS Selbstgemacht

Selbst kochen ist günstiger als auswärts essen. Reinigungsprodukte selbst herstellen ist günstiger als in die Drogerie zu gehen. Stoffsäckchen selbst zu nähen ist günstiger als sie zu kaufen. Mit etwas Übung gelingen diese Dinge schnell und sparen Geld (hierzu bald mehr Tipps). Andere Produkte sind in der eigenen Herstellung sehr aufwendig und daher praktischer fertig zu kaufen. Wer am Selbermachen keine Freude hat, kann kann sich Freunde dazuholen – gemeinsam macht es mehr Spaß!

Erkenntnis No4: Mit Selbermachen kann man Geld sparen, man muss aber die Zeit dafür haben.

5. Mengen und Preise

Überdimensionierte Verpackungen mit wenig Inhalt findet man häufig im Supermarkt. Dieses Marketing verleitet uns dazu, mehr Geld auszugeben, als wir es eigentlich tun würden. Beispiel Cornflakes: Hier ist es für Hersteller besonders leicht, weniger Inhalt für den gleichen Preis zu verkaufen. Ebenso bei Pralinen, Scheibenkäse und Spülmittel. Wer lose kauft, bekommt ein besseres Gefühl für Mengen und Preise. Häufig kaufen wir übrigens mehr als wir eigentlich brauchen: In Deutschland werden pro Kopf jährlich Lebensmittel im Wert von 235 Euro weggeworfen. Diese Lebensmittel gar nicht erst zu kaufen spart Ressourcen und schont den Geldbeutel.

Erkenntnis No5: Mogelpackungen weglassen und Lebensmittelverschwendungen stoppen spart bares Geld!

Fazit: Insgesamt geben wir beim #Plastikfasten zwar mehr für hochwertige Lebensmittel aus, sparen aber viel Geld durch bewussten Konsum unterwegs, durch ein besseres Gefühl für Preise und Mengen und durch Selbermachen. Beim #Plastikfasten werden neue Anschaffungen wie zum Beispiel Trinkflaschen nötig, diese rentieren sich aber langfristig.

Wir geben euch in den nächsten Wochen weitere Tipps, um euch das Plastikfasten so einfach und günstig wie möglich zu machen. Neben Alltags-Tricks und Tipps werden wir euch wirklich praktische, faire und nachhaltige Produkte empfehlen, die wir alle selbst getestet und für gut befunden haben.


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Donnerstag: Fastenregeln

1) Im Alltag begegnen uns Plastikverpackungen überall! Erster #Plastikfasten-Schritt: Den Tag über aufschreiben, wo Plastikmüll entsteht. Fragt euch: Was sind meine 5 größten Müllmacher?

2) Im 2. Schritt geht es darum, sich zu überlegen, welche Alternativen es gibt. Da ist Mehrweg immer eine gute Lösung. Guckt zu Hause, welche Mehrwegverpackungen ihr schon habt: Dosen, Flaschen, Schraubgläser, Stoffbeutel, aber auch Tücher (dazu zeigen wir euch bald mehr Tricks). Diese einfachen und günstigen Müllvermeider schreibt ihr ebenso auf die Liste. Vielleicht könnt ihr heute schon eine Dose für euren Mittagssnack einpacken? 

3) Dann kommt noch Schritt 3: Überlegt euch, wo ihr möglicherweise gestresst gedankenlos Dinge kauft, die ihr vielleicht gar nicht braucht, z. B. Coffee-to-Go, Müsli-to-Go, Energy-Drinks, Schokoriegel usw. Diese Dinge geben zwar einen kurzfristigen Kick, kommen aber fast immer in Plastik. Auch hierzu geben wir euch in den nächsten Tagen einfach umsetzbare Tipps und #lifehacks.

Franzi stellt im Hessischen Rundfunk die besten #Plastikfasten-Hilfsmittel vor (ab Minute 14): service:trends vom 14.2.2018

Wir freuen uns, dass unsere #Plastikfasten-Aktion von so vielen Medien aufgenommen wurde und wir dadurch viele Menschen erreichen und motivieren!

Freitag: Leitungswasser

Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: Trinkflasche einpacken und Einwegplastik sparen! Stündlich werden in Deutschland 2 Millionen Einwegplastikflaschen verbraucht, Tendenz steigend. Würde man den daraus jährlich resultierenden Müllberg auskippen, würde er ganz Kassel bedecken!

Was viele nicht wissen: Leitungswasser hat in Deutschland eine sehr gute Qualität, während Flaschenwasser meist weniger Mineralstoffe enthält und je nach Herkunft sogar Abbauprodukte von Pestiziden enthält. An vielen Orten kann man mittlerweile Leitungswasser kostenlos abfüllen  einfach nach dem blauen Refill-Sticker Ausschau halten. (PS: Designer gesucht – wer macht uns den Refill Frankfurt Sticker?)

Samstag: Obst- und Gemüseverpackungen

Wusstet ihr, dass mehr als die Hälfte des Verpackungsmülls in Deutschland durch Obst- und Gemüseverpackungen entsteht? Dabei ist lose kaufen in vielen Supermärkten, in allen Bio-Läden und auf Märkten möglich. Vorbereitet sein ist alles: Wer den eigenen Obst- und Gemüsebeutel dabei hat, vermeidet mit jedem Einkauf Müll! Die Säckchen lassen sich aus alten Laken oder Stoffresten ganz einfach selber nähen. Oder ihr könnt die Upcycling-Beutel in unserem Online-Shop bestellen. 

Eine andere tolle Alternative, die sich hoffentlich bald durchsetzt: Gelasertes Gemüse! Von wegen „man muss die Bio-Gurke in Plastik einschweißen, damit man sie von der weniger wertigen Gurke aus konventionellem Anbau unterscheiden kann.“ Mit Laser-Logo ist gar keine Verpackung mehr nötig. Und seien wir mal ehrlich: Biogurke in Plastik ist wie ein Tierschützer im Pelz!

Testkunden gesucht!

Jetzt seid ihr gefragt!

Liebe Leute, wir testen unseren müllfreien Lieferservice und brauchen eure Unterstützung. Schließlich ist das ein einzigartiges Projekt, für das es keine Anleitung gibt. Dafür aber viel Motivation! Wenn ihr die Umstellung auf müllfreies Einkaufen einen Schritt weiter bringen wollt, könnt ihr euch bis zum 3. September bei uns als Testkäufer anmelden:

Wir suchen Frankfurter, die unser erstes Angebot kaufen, testen und uns anschließend ein Feedback dazu geben. Hier geht’s zur verbindlichen Anmeldung:

(Der Link wurde entfernt, da das Angebot nur bis zum 3. September gültig war. Wer uns in der Anfangsphase unterstützen möchte, schreibt bitte an hallo@grammgenau.de. Danke an alle Testkunden!!)

Wer möchte, kann sich am Sonntag schon angucken, was genau wir liefern werden. Wir werden einen Stand auf dem Wandeltag haben und alle Fragen beantworten, die euch auf dem Herzen liegen!

Wandeltag mit Workshops zum Selbermachen von Deo, Reiniger & Co

Wir laden euch ein, mit uns einen Sonntag im Grünen zu verbringen! Wir sind Teil des Wandeltags – ein guter Ort für einen Spaziergang an der Nidda, bei dem ihr Initiativen und Vereine kennenlernen könnt, die sich für ein besseres Frankfurt engagieren.

Datum: 27. August 2017

Event: Wandeltag 13-18 Uhr mit Stand von gramm.genau

Workshops: Jeweils um 13:30 und 16:30 Uhr zeigen wir euch, wie ihr Drogerieprodukte müllfrei selbst herstellen könnt.

Ort: Alter Flugplatz Bonames (zu erreichen mit dem Rad oder mit der U2 bis Kalbach)

Wer noch teilnimmt erfahrt ihr auf der Website der Organisatoren: transition-town-frankfurt.de/wandeltag

Warum wir tun, was wir tun

Am 2. August war der Earth Overshoot Day – der Tag des Jahres, ab dem wir bereits mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde in einem Jahr neu schaffen kann. Wir haben für uns entschieden: Wir wollen nicht mehr auf Pump leben, daher setzen wir uns für die Änderung von Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten ein.

Wir sind überzeugt, dass eine Umstellung des Lebensmitteleinzelhandels auf weniger verpackungsintensive Angebote einen großen Teil zur Verbesserung unserer alltäglichen Ökobilanz beitragen kann. Wir glauben, jeder kann ein Stück mithelfen – sei es in der Politik, im Ehrenamt, in der Bildung, im Handel, in der Industrie, in der Forschung oder schlichtweg im eigenen Einkaufskorb. Wir wissen, wie viele von euch motiviert sind, nachhaltiger zu leben. Uns ist auch bewusst, dass ein ressourcenschonender Einkauf aktuell immer noch schwierig umzusetzen ist.

Wir wollen es uns und euch leichter, schöner und spaßiger machen, mit gutem Gewissen einzukaufen. Deswegen liefern wir euch unsere plastikfreien bzw. müllfreien Produkte per Lastenrad zukünftig direkt an die Haustür. Wir wollen, dass ihr einfach online bestellen könnt ohne dass Produkte durch ganz Deutschland geschickt werden und beschränken den Service daher auf Frankfurt. Uns ist es wichtig, dass wir eine Anbindung an die Region haben und besondere, leckere Produkte aus der Nähe beziehen.

Wir haben den diesjährigen Earth Overshoot Day zum Anlass genommen, selbst den ersten Schritt für Frankfurt zu gehen und an diesem Tag die gramm.genau GmbH gegründet. Wir danken allen, die uns auf diesem Weg unterstützen und hoffen, dass wir gemeinsam eine gute Veränderung in die Welt bringen!

Eure Christine, Jenny, Franzi und Tamás

 

PS: Hier findet ihr aktuelle Berichte über unseren Unverpackt-Lieferservice:

Frankfurter Rundschau: Schritt zum plastikfreien Leben

Rhein-Main Start-Ups

Feels Like Hessen

HRS unterwegs: Smart einkaufen: Verpackungsfreie Supermärkte

 

 

#Plastikfasten-Halbzeit

Liebe #Plastikfasten-Freunde,

die Hälfte der Zeit bis Ostern ist fast um! Nach drei Wochen #Plastikfasten zeigen sich die ersten Ergebnisse in der Speisekammer: Reis, Linsen und Nudeln aus dem verpackten Supermarkt sind aufgebraucht. Von Tag zu Tag stehen immer mehr Dosen und Gläser mit unverpackt gekauften Waren im Vorratsregal.

Was wir diese Woche noch so ausprobiert haben, findet ihr hier zusammengefasst und auf unserem Instagram-Profil.

Eigene Dose über die Theke geben

Zugegeben, das funktioniert nicht überall. Bei uns hat es auf dem Käsestand am Markt geklappt. Bei allen Bäckereien war es bisher kein Problem. Insgesamt haben wir von den Verkäufern und Verkäuferinnen viel Lob dafür bekommen. Weil verpackungsfreies Einkaufen umweltschonender ist und weil Läden das Geld für die Einwegverpackungen sparen.

Zähneputzen mit Denttabs und Bambuszahnbürsten

Denttabs sind kleine Zahnputztabletten, die ohne Verpackung verkauft werden. Pro Zähneputzen nimmt man eine Tablette in den Mund und zerkaut sie, damit alle Wirkstoffe freigesetzt werden. Mit der zerkauten Mischung kann man ganz normal Zähneputzen. Wer auch bei der Zahnbürste Plastik vermeiden will, benutzt am besten Bambuszahnbürsten (gibt’s auch bei gramm.genau).

Süßes selbst abfüllen

Schokolade und Süßigkeiten bekommt man gar nicht so selten lose zu kaufen – z. B. in Konditoreien oder Süßwarenfachgeschäften. Oder eben bei gramm.genau. Wir haben unsere Snackbar in dieser Woche erweitert: drei Sorten Schokolade, Datteln, Walnusskerne, Mandeln und Müsli könnt ihr im Laden auf der Berger Straße abfüllen.

Blumentopf verschenken

Zum Sonntagsbesuch bei Freunden und Familie gehört bei vielen ein Blumenstrauß dazu. Im Winter ist Selbstpflücken nicht so leicht, daher bleibt nur der Griff zum in Folie gewickelten Strauß. Eine schöne, nachhaltige Alternative ist da der Blumentopf. Der blüht auch länger!

Balkon oder Garten vorbereiten

Wer in diesem Jahr selbst Gemüse anbauen möchte, sollte jetzt anfangen. Es ist Keimzeit! Wir haben Gurken- und Tomatensamen auf dem Fensterbrett in kleine Gläschen mit Wasser gestellt und zwei Tage keimen lassen. So wachsen die Pflanzen später besser.

Stoffsäckchen befüllen

Für viele von euch ist das nichts Neues, doch anlässlich des Internationalen Tags des Waldes (21. März) haben wir erneut darauf aufmerksam gemacht: Papiertüten sparen mit Stoffsäckchen. Die sind praktisch zum Abfüllen trockener Produkte wie z. B. Bohnen, Reis oder Tee. In unserem Laden auf der Berger Straße bieten wir die „Naturtaschen“ zum Kauf an.

Virtuelles Wasser sparen

Heute ist Weltwassertag, deswegen möchten wir euch auf den Wasserverbrauch aufmerksam machen, der bei der Herstellung von Produkten entlang der Lieferketten anfällt. Diesen nennt man „virtuelles Wasser“, da wir die verbrauchte Menge vor Ort nicht mehr sehen können. Mit Hilfe des virtuellen Wassers können wir die ökologische Bilanz der Produktion bewerten. Wer Plastik beim Einkauf vermeidet, hat in den meisten Fällen eine bessere Bilanz. Mehr über virtuelles Wasser erfahrt ihr auf der Seite virtuelles-wasser.de.

 

Wir wünschen euch einen schönen, plastikfreien Start in den Frühling!

Bis zur nächsten Woche,

euer gramm.genau-Team

Plastikfasten: Woche zwei vorbei!

Liebe Leute,

Woche zwei des #Plastikfasten-Experiments ist um und mittlerweile war jeder von uns schon an dem Punkt, an dem es nicht mehr ging: Strohhalm im Drink, Frischkäse im Plastikbecher oder die Plastiktüte auf dem Markt ließen sich nicht vermeiden? Tatsächlich ist komplett ohne Kunststoff leben in einem durchschnittlichen Alltag nicht möglich. Aber jedesmal, wenn wir ein Stück Einwegplastik weglassen, setzten wir ein für alle um uns herum sichtbares Zeichen für eine Zukunft ohne Müll.

Die gramm.genau #Plastikfasten-Tipps der Woche zusammengefasst:

1. Entspannt bleiben

Konsum ohne Müll soll vor allem eins: Uns das Leben leichter machen. Vom Lieblingsmenschen eine Schachtel Pralinen geschenkt bekommen? Take it easy. Auch diese Verpackung kann man weiterverwenden oder recyceln.

2. Gesicht mit Kokosöl und Baumwoll-Pads reinigen

Wattepads gibt’s jetzt auch in wiederverwendbar – aus Baumwolle und maschinenwaschbar. Zum Abschminken funktioniert Kokosöl gut dazu, das reinigt die Haut.

3. Frische Aufstriche abfüllen lassen

Besonders Aufstriche und Dips sind schwer ohne Plastikverpackung zu bekommen. Wir haben es mit eigenen Dosen auf dem Markt probiert. Die konnten wir am Feinkost-Stand direkt befüllen lassen. Hier muss man allerdings schon die Preise vergleichen, da hausgemachte Aufstriche ab und zu nicht ganz günstig sind. Alternativ mit frischen Kräutern, weicher Butter und etwas Salz in ein paar Minuten eine leckere Kräuterbutter selbst machen – probiert’s aus.

4. Drinks ohne Plastik bestellen

Das ist schon eher ein Tipp für Fortgeschrittene. Aber mit ein bisschen Übung klappt auch zu später Stunde die Bestellung „ohne Strohhalm“ an der Bar. Für Cocktails mit viel Eis sind Glasstrohhalme eine Alternative, die getestet werden muss!

5. Vor Ort essen

Sonntagabend und der Kühlschrank ist leer? Pizza bestellen und dann – statt liefern lassen – selbst abholen und vor Ort essen. Das spart Müll und frisch aus dem Steinofen schmeckt die Pizza sowieso besser.

6. Besteck-To-Go dabeihaben

Wenn ihr auch zu den Unglücklichen gehört, denen beim Essen mit Plastikbesteck immer der Löffel abbricht: Packt euch ein Besteck-To-Go ein. Dazu Messer, Gabel und Löffel in ein Geschirrtuch einschlagen und für die nächste spontane Mittagspause im Rucksack oder in der Handtasche parat haben.

7. Süßes unverpackt vom Bäcker holen

Der Nachmittag ist sicher die Tageszeit, zu der die meisten Süßigkeiten gegessen werden. Wir probieren jetzt, im Nachmittagstief nicht zum eingeschweißten Schokoriegel zu greifen, sondern süße Teilchen direkt auf die Hand (oder in die Dose) vom Bäcker zu holen. Und empfehlen, vorsorglich unverpackte Schokolade bei gramm.genau abzufüllen ;).

 

Die gesammelten #Plastikfasten-Tipps findet ihr auch auf Instagram. Wir machen weiter und wünschen euch einen guten Start in Woche Nummer drei!

Euer gramm.genau-Team

 

 

Résumé #Plastikfasten die Erste

Bis Ostern ohne Plastik – ihr habt mit uns diese Challenge angetreten und die erste Woche schon geschafft. Bevor wir uns steigern, fassen wir hier unsere Tipps zum #Plastikfasten auf Instagram zusammen.

1.Drei Grundprinzipien beachten

Alle Tipps und Erfahrungswerte, die wir zum #Plastikfasten geben, lassen sich auf drei simple Grundsätze zurückführen: Vorbereitung ist alles, Mehrweg statt Einweg und die Frage „Brauche ich das wirklich?“ (siehe vorheriger Blogeintrag).

2.Eigenes Einkaufsset zusammenstellen

Wir haben geguckt, was die Küche so hergibt und haben gefunden: leere Marmeladengläser, Blechdosen vom letzten Asienurlaub, leere Smothiebehälter und Kompottgläser. Außerdem eine große Kunststoffdose mit Dichtung. Die ist zwar aus Plastik, aber sehr stabil und hat schon jede Menge Müll vermieden.

3.Einkauf planen:

Bevor ihr lose bei uns einkauft, guckt unter  www.grammgenau.de/Produkte, was gerade im Laden auf der Berger Straße vorrätig ist.

4.Plastikfrei kochen

Für unser Rezept für Linsensuppe gibt es alle Zutaten ohne Plastikverpackungen auf dem Markt, im Bioladen oder bei gramm.genau zu kaufen. Frühlingszwiebeln und rote Linsen in Öl andünsten, mit Passata und etwas Gemüsebrühe löschen und köcheln lassen, dann Salz, Pfeffer, Koriander und Petersilie dazugeben. Wer möchte, schmeckt mit Chili und orientalischen Gewürzen ab. Guten Appetit!

5.Einkauf planen Teil 2
In der App Saisonkalender kann man sehen, welche Obst- und Gemüsesorten gerade Saison haben. Betätigt man den blauen Schalter, werden nur regionale Sorten angezeigt. Die gibt es bei lokalen Händlern eigentlich immer unverpackt.

6. Mehrwegbecher für Coffee to Go

Mit dem eigenen Mehrwegbecher unterwegs spart man nicht nur Müll sondern auch Geld. Und mal ehrlich: Schmeckt ein Kaffee aus einem Pappbecher mit Plastikaufsatz denn überhaupt?

7. Obst und Gemüse lose kaufen

Dieser Tipp klingt vielleicht banal, aber ist tatsächlich sehr wichtig. Denn eine Menge Verpackungsmüll entsteht durch eingepacktes Obst und Gemüse. Deswegen lohnt der Gang zum Markt, in den Gemüseladen oder in die Kleinmarkthalle. Damit spart ihr nicht nur Plastik, sondern starte eine Bewegung: Wenn es keine Nachfrage mehr nach der in Kunststoff eingeschweißten Bio-Gurke gibt, wird sie irgendwann nicht mehr so verkauft werden.

Wir danken für eure Unterstützung und sind gespannt, was euch als nächstes einfällt. Die nächsten Tipps zum Plastikfasten findet ihr diese Woche wieder täglich auf Instagram oder am Mittwoch in der Zusammenfassung auf diesem Blog.

Sportliche Grüße,
euer gramm.genau-Team