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#Plastikfasten Woche 6: Frankfurt plastikfrei machen!

Wir sind schon in der sechsten Woche und die Fastenzeit ist fast um. Nur noch 5 Tage, dann ist schon Ostern und wir werden einen Rückblick wagen und ein Fazit unseres Experiments ziehen. Wir sind jetzt schon ganz begeistert, wie viele von euch mitgemacht haben und wie viele tolle Tipps wir bekommen haben!

Frankfurt plastikfrei machen

Wir werden nicht müde zu betonen, dass Zero Waste nicht heißt, gar keinen Müll mehr zu produzieren und dass plastikfrei nicht heißt, nirgendwo mehr Plastik zu benutzen (siehe Blogbeitrag Leben ohne Müll?). Aber das Konzept ist klar: wo es sich einrichten lässt, Müll vermeiden und auf Mehrweg-Lösungen setzen. Heute stellen wir euch drei Initiativen vor, die ihr konkret hier vor Ort unterstützen könnt.

1. Cup2gether

Was ist die Idee? Mehrwegbecher für Getränke nach Frankfurt bringen und so jedes Jahr 25 Millionen Einwegbecher sparen. Cafés, Restaurants und Imbissbuden sollen den Becher zukünftig annehmen. Ziel ist es, ein Mehrwegsystem in Bornheim oder sogar stadtweit zu etablieren.

Wer steht dahinter? Cup2gether ist eine Initiative der Lust auf besser Leben gGmbH und der VON WEGEN Kommunikationsagentur – beide echte Bornheimer Gewächse ;)

Was kann ich in Frankfurt tun? Überzeuge dein Lieblingscafé, Bäcker, Restaurant etc. mitzumachen! Die Testphase läuft noch bis zum 25. Mai. Und werde selbst Becherbotschafter und teste den neuen Mehrwegbecher! Alle Infos findest du hier: http://cup2gether.de/

2. Refill Frankfurt

Was ist die Idee? Trinkwasser kostenlos zur Verfügung zu stellen – an öffentlichen Trinkwasserbrunnen, in Cafés, Bäckereien, Restaurants, Vereinen etc. Jede wiederbefüllte Flasche (engl. refill) vermeidet das gekaufte Flaschenwasser vom Kiosk und den damit verbundenen Plastikmüll.

Wer steht dahinter? Refill ist die Idee der Hamburger Grafikdesignerin Stephanie Wiermann. Sie hat vor rund einem Jahr einen Sticker mit einem Wassertropfen entworfen und kostenlos an Läden verteilt, die Trinkwasserflaschen von Passanten mit Leitungswasser auffüllen. Nachdem das in Hamburg und Umgebung gut funktioniert hat, hat sie Ehrenamtliche in anderen Städten gefunden, die dort Sticker verteilen und die Trinkwasserstationen auf die deutschlandweite Refill-Karte eintragen. In Frankfurt wird Refill von gramm.genau gesponsort.

Was kann ich in Frankfurt tun? Sprich Orte an, die Trinkwasserstation werden können und überzeuge sie, mitzumachen! Hab deine Trinkflasche dabei und lass dir einen kostenlosen Refill geben!

3. Resteküche

Was ist die Idee? Gegen Lebensmittelverschwendung kochen mit geretteten Lebensmitteln. Jede Sekunde werden in Deutschland 313 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Hier werfen wir wertvolles Essen (und eine extra hergestellte Verpackung) einfach unbenutzt in den Müll! Damit das nicht passiert, sammelt die Resteküche Lebensmittel und rettet sie vor der Tonne.

Wer steht dahinter? Der Frankfurter Verein Shout Out Loud, der sich seit 2013 in Frankfurt gegen Lebensmittelverschwendung engagiert und 2017 eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne organisiert hat.

Was kann ich in Frankfurt tun? Unterstütze die Resteküche, indem du ein Essen an deren Foodtruck kaufst (zum Beispiel heute am Lola Montez oder am 7. April im Hafen 2)! Mach mit beim Restekochen und unterstütze den Verein ehrenamtlich!

Auf geht’s, wir sehen uns am Foodtruck oder an der nächsten Refill-Station!

Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Diese Woche wurde viel diskutiert in unseren sozialen Netzen – wenn ihr die Kommentare sehen wollt, loggt euch auf Instagram und Facebook ein. Unsere Tipps der Woche für ein Leben mit weniger Plastik findet ihr hier. Zwei der Tipps sind oben schon genannt, weil wir sie so toll finden, wollten wir sie noch mal ausführlicher vorstellen. Viel Spaß bei der Lektüre!

Montag: Mehrwegbecher für Frankfurt

Wie habt ihr heute euren Kaffee oder Tee getrunken? Zuhause, auf der Arbeit oder To Go? Wir in Frankfurt verschwenden jedes Jahr 25 Millionen Einwegbecher aus Plastik!!!! Es wird Zeit, dass wir auf Mehrwegbecher umsteigen! Dazu gibt es eine tolle, unterstützenswerte Initiative aus Bornheim, die einen universellen Mehrweg-Becher nach Frankfurt bringen will! Cup2gether hat einen Becher entwickelt, der an Cafés, beim Bäcker oder beim Imbiss zurückgegeben werden kann – ein lokales Mehrwegsystem also. Für diese Idee werden im Rahmen der #besserbechern-Challenge bis zum 25. Mai Unterstützer und Tester gesucht. Wenn sich genug Einzelpersonen und Cafés anmelden, wird der Becher eingeführt. Also mitmachen und weitersagen – vielleicht schaffen wir es ja, dass sich das System in der ganzen Stadt durchsetzt! Hier könnt ihr euch eintragen und kostenlos BecherbotschafterIn werden.

Dienstag: Menstruationstasse

Der heutige #Plastikfasten-Tipp spart gleich ab dem ersten Monat Geld und Einweg-Plastik: Die Menstruationstasse ist eine müllfreie und preisgünstige Alternative zu Binden und Tampons. Nach der Benutzung muss sie gewaschen bzw. abgekocht werden. Bisher war die Menstruationstasse besonders bei Sportlerinnen beliebt, mittlerweile entscheiden sich immer mehr Menschen dafür. Die Menstruationstasse spart 16.800 Tampons im Leben einer Frau. Deswegen gibt‘s die jetzt auch bei unserem Lieferservice: shop.grammgenau.de

Mittwoch: Brotbeutel

Gibt es eigentlich einen triftigen Grund, aus dem Bäckertüten ein Plastikfenster haben müssen? Wir würden gern auf plastikfreie Tüten umsteigen, oder noch besser: Mehrweg-Brotbeutel. Die kann man aus Stoffresten selber nähen und wenn man einigermaßen dicken Stoff nimmt, ersetzen sie sogar den Brotkorb auf dem Frühstückstisch – guckt mal hier.

Donnerstag: Kostenfreie Trinkwasser-Stationen für Frankfurt

Am 22.3. war Weltwassertag und Frankfurt ist seitdem offiziell Refill-Stadt! Soll heißen: Überall, wo ihr diesen Sticker findet, bekommt ihr Leitungswasser in eure Trinkflasche abgefüllt – kostenlos und plastikfrei!! Wir haben auf eure Kommentare reagiert und die Edelstahltrinkflasche ins Sortiment aufgenommen (hier) und die Refill-Sticker für Frankfurt gesponsort! Spread the Word: Wir suchen Cafés, Vereine, Geschäfte, Restaurants, die mitmachen wollen. Wer Refill-Station werden möchte, bitte per E-Mail bei frankfurt@refill-deutschland.de melden!

Freitag: Tipps für plastikfreie Ostern

Bald ist Ostern. Uns graut schon vor dem (vor allem plastikhaltigen) Kommerz, der uns bevorsteht. Ein bisschen weniger wäre schön. Wir haben hier ein paar Last-Minute-Tipps für ein entspanntes, müllfreies Ostern.

1. Bunte Eier suchen statt Schoki aus dem Supermarkt! Mit Rotkohl, Kurkuma und Tiefkühlheidelbeeren kann man selbst bunte Eier auf natürliche Weise färben.

2. Omas und Opas Holzeier aus dem Keller holen statt Platikdeko! Die können jedes Jahr wiederverwendet werden. Alternativ könnt ihr auch Papierreste oval zuschneiden, bunt bemalen und mit Garn in euren Osterstrauß oder euer Fenster hängen.

3. Süßes selbst machen oder lose kaufen statt in Plastik! Osterhasen und Osterplätzchen gibt es beim Bäcker oder könnt ihr selbst backen. Auch Pralinen und Schokolade bekommt ihr lose bei Konditoreien und in der Kleinmarkthalle.

4. Wiederverwendbare Osternester verstecken! Statt Plastikgras könnt ihr Stroh nehmen, dazu einen geflochtenen Korb. Auch gut geeignet sind Stoffsäckchen. Die können nach der Eiersuche gewaschen und wiederverwendet werden.

5. Sinnvoll schenken. Manchmal möchte man eben doch anderen eine Freude machen und eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen. Müllfreie Geschenke sind entweder Dinge, die man aufessen kann (zum Beispiel selbstgemachte Aufstriche oder Kekse im Glas), die man wiederverwenden kann (zum Beispiel unsere Bienenwachstücher) oder die man aufbrauchen kann (zum Beispiel unsere Naturkosmetik oder unsere Geschenkgutscheine).

Samstag: Trinkhalme

#Plastikfasten-Tipp für alle, die heute einen Smoothie oder ein Cocktail trinken gehen: Sagt „nein, danke“ zum Strohhalm! Strohhalme werden durchschnittlich 15 Minuten lang benutzt und benötigen 500 Jahre um zu zerfallen. Nach Plastikflaschen und Plastiktüten, sind Plastikstrohhalme unter den 10 meistgefunden Abfällen am Strand. Aber mal ehrlich, manche Getränke funktionieren nicht ohne Strohhalm Schön sieht’s aus mit Trinkhalmen aus Glas, Edelstahl (wiederverwendbar), Bambus oder Papier (einweg). Oder habt ihr schon mal Makkaroni als Trinkhalm benutzt? Das geht notfalls auch!

#Plastikfasten Woche 4: Leben ohne Müll?

Nun sind wir schon in der vierten #Plastikfasten-Woche angekommen. Der heutige Beitrag ist für Fortgeschrittene, es geht nämlich nicht nur um Plastik, sondern um Müllvermeidung allgemein. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Zero Waste“? Ist „null Müll“, also gar keinen Müll mehr zu produzieren, nicht total unrealistisch und müsste es nicht daher „Less Waste“, also „weniger Müll“ heißen?

Die Idee aus den USA: Ein Haus ohne Müll

Im letzten Jahr haben wir die Bloggerin Bea Johnson nach Frankfurt eingeladen. Sie hat einen Vortrag über ihr „Zero Waste Home“, also ihr müllfreies Zuhause gehalten. Bea Johnson ist nicht die erste, die sich mit dem Thema Müllvermeidung befasst, aber sie hat es auf eine beeindruckende Weise geschafft, ihre Botschaft um die Welt zu verteilen. Und zwar, weil sie selbst mit ihrer vierköpfigen Familie komplett müllfrei lebt (in den USA!) und das ohne Verzicht. Am Ende eines Jahres fällt bei ihr nur ein einziges Glas Restmüll an. Wie sie das macht? Sie beherzigt in ihrem Alltag 5 einfache Grundsätze.

Refuse (engl. ablehnen): Nein sagen und Müll vermeiden

Hier geht es um Bewusstsein dafür, welche Dinge wir wirklich brauchen. Zum Beispiel wenn wir ein Werbegeschenk bekommen: Brauche ich dieses USB-Radio aus Plastik wirklich oder nehme ich es nur, weil es kostenlos ist? Wer höflich „Nein“ sagt, sammelt nicht nur weniger Zeug an, sondern bringt auch die andere Seite zum Umdenken.

Reduzieren

Viele Dinge sammeln sich zu Hause an, ohne dass wir sie wirklich benutzen. Brauche ich wirklich fünf Töpfe, wenn es nur vier Herdplatten gibt? Brauche ich wirklich zehn Blusen, wenn die Arbeitswoche nur fünf Tage hat? Wer ausmistet, weiß die einzelnen Teile mehr zu schätzen. Wer gebrauchte Sachen weitergibt (z. B. über ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel, Shpock oder nebenan.de) macht anderen eine Freude. Und tut sich selbst einen Gefallen: Wer weniger Zeug hat, muss beim nächsten Umzug weniger tragen, weniger aufräumen, Staub wischen und hat mehr Zeit für die wirklich wichtigen Sachen.

Reuse (engl. wiederverwenden): Mehrweglösungen finden

Mehrweg statt Einweg! Dieses Motto lässt sich fast überall anwenden: auf Trinkflaschen, Einkaufsbeutel, Kaffeebecher usw. (mehr dazu in unseren #Plastikfasten-Tipps weiter unten). Langfristig spart man durch Mehrweg-Lösungen auch noch Geld. Ebenso wichtig ist der Kreislauf von Geräten und anderen Haushaltsdingen: alte Bettlaken als Putzlappen zu benutzen zum Beispiel. Oder Möbel anzuschaffen, die sich, wenn sie abgenutzt sind, wieder in ihre Einzelbestandteile zerlegen lassen. Welche Initiativen es dazu schon in Frankfurt gibt, könnt ihr am Dienstag beim Circular Economy Mapping Event in Bockenheim erfahren.

Recyceln

Recycling hat in Deutschland ein ziemlich gutes Image, die meisten Haushalte trennen ihren Müll. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, weil die Wertstoffe aus dem gelben Sack theoretisch recycelt werden können. Die Probleme damit: Um wieder Plastik zu gewinnen, aus dem neue Produkte entstehen können, wird sehr viel Energie verbraucht. Wenn die Recyclinganlagen in Frankfurt nicht ausreichen, muss der Müll über weite Strecken transportiert werden oder er wird verbrannt. Dadurch entsteht zwar Heizwärme für unsere Stadt, aber auch jede Menge Abgase. Um die Umwelt zu schonen, sollten wir also recyceln, wo es nicht anders geht, aber grundsätzlich noch besser Müll gar nicht erst entstehen lassen.

Rot (engl. verrotten): Kompostieren

Viele Reste, die im Haushalt anfallen, müssen gar nicht in den Restmüll (der verbrannt wird), sondern können in die Biotonne oder auf den hauseigenen Kompost (wo sie auf natürliche Weise verrotten). Es macht keinen Sinn, die Müllhalden mit organischen Resten noch mehr zu belasten, wenn diese einfach kompostiert werden können. Wer viel frisch kocht und lose einkauft, kann so seinen Restmüll extrem reduzieren.

Fazit: Wer diese fünf Grundsätze beherzigt, kann sehr ressourcenschonend Leben.

„Zero Waste“ steht dabei für das Ziel, das wir uns setzen (nicht für den Ist-Zustand). Das heißt, selbst wenn wir jeden der fünf Grundsätze nur in einigen Lebensbereichen beherzigen, kommen wir insgesamt schon weiter. Stellt euch mal vor, alle Menschen in Deutschland würden nur noch Leitungswasser statt Flaschenwasser trinken! Das wäre ein riesiger Effekt! In diesem Sinne verfolgen wir mit euch weiter unser Zero-Waste-Ziel: #Plastikfrei bin ich dabei! Danke für eure tollen Fasten-Tipps auf Facebook und Instagram – wir haben viel gelernt. Jetzt heißt es: Dranbleiben!


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Montag: Windeln

#Plastikfasten mit Babies: Wusstet ihr, dass ein Kind durchschnittlich über 5.000 (Einweg-)Windeln verbraucht?! Habt ihr Erfahrung mit Stoffwindeln? Die gibt es mittlerweile in so guter Qualität, dass sie lange halten und auch secondhand günstig zu bekommen sind. Und Stoffwindeln wurden von Designern entdeckt und sind jetzt knallbunt! Endlich ohne Öko-Image. Für unterwegs oder zur Aufbewahrung im Windeleimer gibt es die sogenannten Wetbags, die sich dicht verschließen lassen und ebenfalls waschbar sind.

Herkömmliche Einweg-Windeln haben einen großen Plastikanteil und können Allergien oder Hautreizungen auslösen (mal abgesehen von dem Müllberg und den Kosten). Einweg-Windeln gibt es auch als Öko-Variante aus Bioplastik und FSC-zertifiziertem Zellstoff. Wir haben hier in Frankfurt leider nicht wirklich geeignete Recycling-Anlagen für Bioplastik, aber gesundheitliche Gründe sprechen zumindest für diese Alternative. Oder eben Mehrweg statt Einweg.

Dienstag: Stoffverpackung / Furoshiki

#Plastikfasten ist Kunst! Unser heutiger Tipp ist ziemlich kostenlos, denn alles was ihr braucht sind Geschirrtücher oder Stoffe, evtl. auch ein altes Laken. Statt Geschenkpapier / Alufolie / Plastiktüte wird einfach alles in Stoff gewickelt. In Japan gibt es dafür sogar eine spezielle Falttechnik: Furoshiki. Wir nennen es einfach Picknickbeutel, denn besonders gut lässt sich die Brotzeit darin verpacken. Einfach ein Sandwich auf der linken Seite, Apfel auf der rechten Seite auf ein Tuch legen, einrollen, in der Mitte falten und oben zuknoten – fertig ist der müllfreie Beutel. Das hält übrigens so gut, dass es sogar bei Weinflaschen funktioniert! Danke @morvens_handmades für den Tipp!

Mittwoch: Vorkochen / Mealprep

Aus der Kategorie *Internetrends die alltägliche Dinge hypen* kommt heute unser #Plastikfasten-Tipp: Mealprep oder auf Deutsch einfach vorkochen ;) Die Idee ist dahinter, dass ihr mit möglichst wenig Zeitaufwand so gesund und plastikfrei wie möglich durch die Woche kommt. Dafür werden am Wochenende ein großer Einkauf gemacht und dann immerhalb von 2-3 Stunden alle Gerichte gekocht und Lebensmittel so zubereitet und portioniert, dass ihr unter der Woche nur noch zugreifen müsst. So geratet ihr nicht in die Versuchung, zu Fastfood und Verpacktem zu greifen.

Donnerstag: Fermentieren

Kohl, Kimchi und Kefir: Heute empfehlen wir euch als #Plastikfasten-Tipp das Fermentieren – eine günstige, gesunde und plastikfreie Möglichkeit, Lebensmittel selbst herzustellen bzw. haltbar zu machen. Die durch Fermentation freigesetze Säure fördert die Bildung einer gesunden Darmflora.

Beispiel Kefir: Ihr besorgt euch einen Kefirpilz, gießt Milch dazu (geht auch pflanzliche) und lasst das ein paar Tage bei Zimmertemperatur stehen – fertig ist der Kefir. Der Kefirpilz kann danach wiederverwendet werden. Die Knolle wächst mit der Zeit und lässt sich dann gut teilen und an Freunde weitergeben.

Beispiel Wintergemüse: Kohl und Rote Beete könnt ihr leicht fermentieren – alles was ihr zusätzlich braucht ist ein Glas und Salz. Der Fermentationsprozess dauert ein paar Wochen, aber macht die Lebensmittel sehr schmackhaft und lange haltbar.

Freitag: Teelichter

Im Winter gemütlich: ein Teelicht im Fenster. Teelichter sind leider ein ziemliches Wegwerfgut: Sie werden in Plastikverpackung verkauft und die Aluschälchen landen nach kurzer Benutzung im Müll. Wir haben eine Alternative gefunden: lose Teelichter mit wiederverwendbaren Schälchen. Die bekommen wir palmölfrei aus Fulda geliefert. Findet ihr in unserem Online-Shop.

Noch ein #Plastikfasten-Tipp: Kerzen aus Wachsresten selber machen!

Samstag: Kleidung aus Naturstoffen / Waschsack

Samstag ist Waschtag? Wir wollten euch gerade empfehlen, weniger oft Wäsche zu waschen. Was das mit #Plastikfasten zu tun hat? Auch in unserer Kleidung ist Mikroplastik und zwar mehr als wir denken! Alle Teile, die synthetische Fasern enthalten, geben diese als Mikroplastik in der Waschmaschine in unser Abwasser und somit in die Ozeane ab. Mikroplastik ist nur sehr schwer zu filtern, daher sollten wir vermeiden, dass es überhaupt ins Wasser gelangt.

Deswegen: Besser keine synthetischen Fasern kaufen und auf 100% Baumwolle (Cotton) oder andere natürliche Stoffe wie planzliche Viskose umsteigen. Gerade bei Outdoor-Kleidung sind Kunststoffe häufig elementar. Daher empfehlen wir, auch die weniger zu waschen und wenn dann im Guppy-Bag (siehe Fotos). Das ist ein Waschsack, der Mikroplastik filtert. Er ist nach einer Fischart benannt – denn Fische leiden am Meisten unter Mikroplastik.