4 Wochen ohne Einweg-Plastik geschafft!

Schnelle neue Welt: Hektik bestimmt unseren Alltag und wir machen alles „on the go“. Morgens Kaffee-To-Go im Pappbecher, mittags einen Salat-to-go in der Plastikbox mit Einweg-Geschirr und abends ein Brötchen-To-Go in der Plastiktüte. So viel Plastik kann eine Person an einem Tag verbrauchen (und wir sind übrigens schon fast 7 Milliarden!).

Es braucht zwar etwas Vorbereitung, aber mit etwas Übung könnt ihr neue To-Go-Gewohnheiten verinnerlichen!

Tag. 20. Mehrweg-Thermobecher statt Einweg-Pappbecher

Ein Pappbecher besteht natürlich nicht nur aus Papier, sondern wird mit Kunststoff beschichtet, damit das Getränk nicht ausläuft. Dazu kommen noch ein Deckel und ein Rührlöffel aus Plastik.

Laut WWF werden 320.000 Stück Pappbecher jede Stunde in Deutschland entsorgt. Wenn ihr euch morgens umschaut, seht ihr sie überall. Wenn ihr auch gerne Kaffee auf dem Weg zur Arbeit mögt, nehmt einfach euren eigenen Becher mit. Es gibt mittlerweile viele schöne Varianten aus Bambus oder Edelstahl.

Wer nicht ständig seinen Becher tragen mag, kann am Cup2gether-Pfandsystem teilnehmen. Es funktioniert sehr einfach: Registriert euch in der App und wenn ihr Kaffee zum Mitnehmen bestellt, bekommt ihr einen Mehrwegbecher aus biologisch abbaubaren Materialien. Wenn der Becher leer wird, könnt ihr den im nächsten teilnehmenden Café in Frankfurt wieder abgeben. Die Liste findet ihr hier.

Mehrweg-Pfandbecher

Tag 21. Edelstahldose statt Salat-to-go in Einweg-Plastik

Die Brotbox aus Edelstahl (kleine oder große) ersetzt viele Wegwerf-Produkte wie umweltschädliche Folien oder Verpackungen aus Plastik. So spart ihr nicht nur täglich Müll, sondern esst euer Mittagessen auch ganz sicher 100% plastikfrei. Die Box ist genauso dicht, hält lange und ist geruchsneutral.

Ihr habt keine Lust euer Mittagessen für die Arbeit vorzubereiten und esst lieber auswärts? Dann einfach eine Brotbox aus Edelstahl mitnehmen und sie beim Bäcker oder Imbiss füllen lassen.

Ihr möchtet eure alten Tupperdosen loswerden? Bringt sie bei uns vorbei und wir verwenden sie weiter als kostenlose To-Go-Boxen für Kuchen und Quiche!

Tag 22. Bienenwachstuch statt Alufolie

Fast in jeder Küche ist Alufolie zu finden: zum Pausenbrote-Einpacken, zum Aufbewahren von Essen, zum Backen, Kochen, Grillen etc. Aluminium ist ein wunderbares Material: Es ist leicht, biegsam, hitzebeständig, günstig und einfach zu entsorgen. Also, ein echtes Wundermittel für unsere Wegwerfgesellschaft.

Es bringt aber auch einige Nachteile mit sich in der Herstellung:

  • Um das Erz Bauxit aus dem Boden zu holen, werden Urwälder in Australien, China, Brasilien abgeholzt.
  • Bei der weiteren Verarbeitung entsteht sogenannter Rotschlamm als Abfallprodukt. Er enthält Schwermetalle und kann nicht weiterverarbeitet werden. Deswegen wird er in Gewässer geleitet und zerstört ganze Ökosysteme.
  • Weiterhin kommt ein Elektrolyseverfahren zum Einsatz, was extrem energieaufwendig ist. (25 Mal so viel Energie wie die Verarbeitung von Glas)
  • Nach der Benutzung wird Alu-Folie weggeworfen und selten recycelt.

Es stellt sich die Frage, ob es sich lohnt? Nachteile überwiegen offensichtlich gegenüber den Vorteilen.

Die umweltfreundlichere Alternative ist das Bienenwachstuch, denn

  • Es besteht aus Bienenwachs aus wesensgemäßen Imkereien, GOTS zertifizierter Baumwolle, Fichtenharz und Bio Kokosfett.
  • Es wird von Hand in einer Frankfurter Manufaktur gefertigt.
  • Durch die locker gewebte Baumwolle kann das Wildwax Tuch ein Maximum an Bienenwachs aufnehmen, aber dennoch atmen. So bildet sich kaum Kondenswasser zwischen Lebensmittel und Wildwax Tuch.
  • Es gibt das Wildwax Tuch in verschiedenen Größen, zum Beispiel für typische Snacks oder für ganze Brote.
  • Es kann ca. 2 Jahre lang wiederverwendet werden,

Einziger Nachteil: Für Fleisch ist es nicht geeignet. Klingt schon besser als Alufolie, oder?

Tag 23. Eis aus der Waffel

Endlich scheint wieder die Sonne und lockt ins Freie. Bei Eisdielen sind wieder Kunden zu sehen, die vor der Entscheidung stehen: Eis in der Waffel oder im Becher? Eis im Becher ist bequem: es läuft nicht bis zum Ellbogen und hinterlässt keine Spuren auf Kindergesichtern und T-Shirts. Andererseits verursachen Becher und Löffel viel Plastikmüll. Die Waffel ist die einfache und leckere Alternative ohne Müllberg.

Ihr wollt keine Waffel essen? Dann könnt ihr euren eigenen Becher mitbringen (dann kriegt ihr wahrscheinlich noch eine größere Portion)!

So lecker und plastikfrei ist der Frühling!

Tag 24. Essen zum Mitnehmen ohne Plastikverpackung

Die asiatische Küche ist definitiv eine der beliebtesten in Deutschland: Thai, Chinesisch, Vietnamesisch, Indisch…und meistens zum Mitnehmen: in Plastik verpackt und mit einer Alufolie bedeckt.

Wenn ihr Leckereien mitnehmen wollt , nehmt einfach eine eigene Dose mit. Ein kleines Geheimnis: da der Verkäufer mit eurer Dose nicht vertraut ist, bekommt ihr vielleicht sogar mehr als gewöhnlich=)

Aber wenn ihr schon unterwegs seid und keine Dose dabei habt, dann versucht einfach so plastikfrei wie möglich zu bestellen: ohne Besteck oder in einer Box aus Karton. Oder noch einfacher: ihr esst direkt vor Ort, so bleibt das Essen warm und müllfrei.

Es geht nicht um Perfektion, sondern mehr darum, sich Gedanken machen und neue Möglichkeiten zu sehen.

Tag 25. Mehrweg-Trinkhalme statt Einweg

Manche Getränke trinkt man einfach lieber mit Strohhalm, zum Beispiel Cocktails oder Smoothies. Eine Alternative zu Strohhalmen aus Plastik ist Edelstahl! Es fühlt sich gut an und ist es auch. Sie können immer wieder verwendet werden – zum Reinigen gibt es eine Bürste – oder ihr legt sie einfach in die Spülmaschine.

To-Go Gewohnheiten lassen sich nicht auf einmal umsetzen. Wie gesagt: Hektik bestimmt unseren Alltag und wir machen vieles „on the go“ und daher unbewusst. Aber wenn man schon anfängt Pappbecher, Plastiktrinkhalme, Alufolien und ähnliche Einweg-Dinge zu bemerken und sich darüber Gedanken zu machen, ist das schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Der zweite Schritt wäre dann, eigene Behälter für alles dabeizuhaben.

Das waren unsere Tipps und Tricks für diese “Woche-To-Go”.

Nächste Woche zeigen wir euch wie man eine plastikfreie Küche schaffen kann. Stay tuned!

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