Drei Wochen ohne Einweg-Plastik geschafft!

Wir kaufen mehr als wir konsumieren, davon das meiste in Plastik verpackt. Wir entscheiden uns für die Produkte, die aus dem anderen Teil der Welt importiert werden und die Produkte, die lokal produziert werden, werden dagegen exportiert. Hier läuft sicherlich etwas falsch. Wollen wir etwas verändern und ins plastikfreie Einkaufen einsteigen? Hier findet ihr alle Tipps aus dieser Woche.

Tag 13. Plastikfreie wiederverwendbare Einkaufstasche

Das Mitbringen der eigenen Einkaufstasche scheint logisch – es ist nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger, als bei jedem Einkauf neue Tüten zu kaufen und sie in 30 Minuten zu entsorgen.

Falls ihr doch eine Tüte vergesst und vor Ort kauft, müsst ihr sie nicht sofort wegwerfen: lieber aufbewahren und dann wiederverwenden.

Tag 14. Den Einkauf planen

Wenig Zeit, viel Hunger und schlechte Laune? Dann ist es keine gute Idee einkaufen zu gehen. In solchem Zustand schnappt ihr euch alles Mögliche. Spontankäufe sind fast immer in Plastik verpackt und meistens zu viel, um es aufzuessen. Kein Essen für die Tonne! Deswegen: Vor dem Einkaufen besser planen! Ihr könnt es „old-school“ machen und eine Einkaufsliste per Hand schreiben und das wegstreichen, was ihr schon gekauft habt.

Alternativ könnt ihr eine App wie zum Beispiel die „Bring! Einkaufsliste – mit Rezepten und Angeboten“, herunterladen. Damit könnt ihr Einkaufslisten erstellen, sie mit Familienmitgliedern teilen und behaltet immer den Überblick über eure Ausgaben und den Kühlschrank.

Tag 15. Unverpackt Einkaufen

Unverpackt, also lose einkaufen, fällt manchmal schwer, da im Supermarkt fast alles in Plastik eingeschweißt ist. Aber wenn man bewusst einkauft, kann man sogar im Supermarkt jede Menge Verpackungsmüll vermeiden.

Also, wenn es keinen Unverpackt-Laden in der Nähe gibt, dann einfach:

  1. Supermärkte mit verpackungsfreier Gemüsetheke aufsuchen wie z. B. Tegut oder Alnatura
  2. Großpackungen statt einzeln verpackte Minis
  3. Fleisch, Fisch und Käse an der Theke in die eigene Dose füllen lassen
  4. Milch und Joghurt im Mehrwegglas kaufen

Tag 16. Auf dem Wochenmarkt einkaufen

Ein Wochenmarkt ist eine perfekte Alternative zum Supermarkt. Da bekommt ihr immer frisches Obst, Gemüse, Milchprodukte etc. Wenn ihr für die ganze Woche plant und einmal einkauft, spart ihr viel Zeit und Geld, denn es wird nur gekauft, was wirklich benötigt wird. In vielen Stadtteilen Frankfurts gibt es einen Wochenmarkt. Die aktuelle Liste findet ihr immer hier.

Tag 17. Saisonal und regional Essen

Erdbeeren im Winter, Wassermelone im Februar? Im Supermarkt (und sogar auf dem Markt) ist alles möglich. Wie gesund und nachhaltig ist das? Um den langen Transportweg überleben zu können, werden Obst und Gemüse mit Chemikalien behandelt und der große Anteil an Vitaminen geht verloren. Der Anbau in Gewächshäusern und die Lagerung sind energieintensiv.

Die nachhaltigere Lösung ist, Transportwege zu verkürzen und sich regional von den Lebensmitteln der Saison zu ernähren. Ihr wisst nicht was Saison hat? Dann könnt ihr nochmal hier nachlesen. Die aktuelle Liste ist auch auf regional-saisonal.de zu finden.

Noch einfacher: Abonniert eine regionale Gemüse-Kiste vom Bio-Hof oder erwerbt einen Ernteanteil in der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi). In unseren Laden in Bockenheim könnt ihr übrigens die Gemüsekiste von Die Kooperative liefern lassen.

Tag 18. Obst- und Gemüsebeutel

Obst und Gemüse im Supermarkt wird oft lose verkauft, aber um es zur Kasse zu tragen, bieten die Märkte trotzdem Plastiktüten an. Diese Tüten werden schon kurz nach dem Einkauf weggeworfen. Besser: eigenen Beutel dabei haben. Es gibt mittlerweile sogar schon wunderschöne wiederverwendbare Tüten aus nachhaltigen Materialien, die das Eigengewicht aufgedruckt haben, sodass es an der Kasse abgezogen werden kann.

Und: Wenn ihr nur ein Stück Gemüse (z. B. Gurke) kauft, muss es gar nicht verpackt werden – einfach lose mitnehmen.

Einkaufen und keinen Müll hinterlassen geht doch, oder? Die 5 besten Tipps für eure Planung zusammengefasst:

  • Einkaufsliste schreiben

  • Besser satt als hungrig einkaufen gehen

  • Eigene Einkaufstasche, Obst- und Gemüsebeutel mitnehmen

  • Auf dem Wochenmarkt einkaufen

  • Saisonal und regional einkaufen

Wenn ihr diese kleinen Schritte geht, macht ihr insgesamt einen großen Unterschied, denn beim Einkaufen lässt sich viel Einweg-Plastik vermeiden. Vergesst nicht: Angebot=Nachfrage. Wenn es keine Nachfrage nach Plastikverpackungen gibt, wird es auch keine geben.

Nächste Woche gehts dann weiter mit  Tipps für ToGo-Gewohnheiten.
Stay tuned!

Einkaufstasche gramm.genau

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gramm.genau Team Abfüllbar v.l.n.r. Christine Müller, Jenny Fuhrmann, Franziska Geese