#Plastikfasten Woche 6: Frankfurt plastikfrei machen!

Wir sind schon in der sechsten Woche und die Fastenzeit ist fast um. Nur noch 5 Tage, dann ist schon Ostern und wir werden einen Rückblick wagen und ein Fazit unseres Experiments ziehen. Wir sind jetzt schon ganz begeistert, wie viele von euch mitgemacht haben und wie viele tolle Tipps wir bekommen haben!

Frankfurt plastikfrei machen

Wir werden nicht müde zu betonen, dass Zero Waste nicht heißt, gar keinen Müll mehr zu produzieren und dass plastikfrei nicht heißt, nirgendwo mehr Plastik zu benutzen (siehe Blogbeitrag Leben ohne Müll?). Aber das Konzept ist klar: wo es sich einrichten lässt, Müll vermeiden und auf Mehrweg-Lösungen setzen. Heute stellen wir euch drei Initiativen vor, die ihr konkret hier vor Ort unterstützen könnt.

1. Cup2gether

Was ist die Idee? Mehrwegbecher für Getränke nach Frankfurt bringen und so jedes Jahr 25 Millionen Einwegbecher sparen. Cafés, Restaurants und Imbissbuden sollen den Becher zukünftig annehmen. Ziel ist es, ein Mehrwegsystem in Bornheim oder sogar stadtweit zu etablieren.

Wer steht dahinter? Cup2gether ist eine Initiative der Lust auf besser Leben gGmbH und der VON WEGEN Kommunikationsagentur – beide echte Bornheimer Gewächse ;)

Was kann ich in Frankfurt tun? Überzeuge dein Lieblingscafé, Bäcker, Restaurant etc. mitzumachen! Die Testphase läuft noch bis zum 25. Mai. Und werde selbst Becherbotschafter und teste den neuen Mehrwegbecher! Alle Infos findest du hier: http://cup2gether.de/

2. Refill Frankfurt

Was ist die Idee? Trinkwasser kostenlos zur Verfügung zu stellen – an öffentlichen Trinkwasserbrunnen, in Cafés, Bäckereien, Restaurants, Vereinen etc. Jede wiederbefüllte Flasche (engl. refill) vermeidet das gekaufte Flaschenwasser vom Kiosk und den damit verbundenen Plastikmüll.

Wer steht dahinter? Refill ist die Idee der Hamburger Grafikdesignerin Stephanie Wiermann. Sie hat vor rund einem Jahr einen Sticker mit einem Wassertropfen entworfen und kostenlos an Läden verteilt, die Trinkwasserflaschen von Passanten mit Leitungswasser auffüllen. Nachdem das in Hamburg und Umgebung gut funktioniert hat, hat sie Ehrenamtliche in anderen Städten gefunden, die dort Sticker verteilen und die Trinkwasserstationen auf die deutschlandweite Refill-Karte eintragen. In Frankfurt wird Refill von gramm.genau gesponsort.

Was kann ich in Frankfurt tun? Sprich Orte an, die Trinkwasserstation werden können und überzeuge sie, mitzumachen! Hab deine Trinkflasche dabei und lass dir einen kostenlosen Refill geben!

3. Resteküche

Was ist die Idee? Gegen Lebensmittelverschwendung kochen mit geretteten Lebensmitteln. Jede Sekunde werden in Deutschland 313 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Hier werfen wir wertvolles Essen (und eine extra hergestellte Verpackung) einfach unbenutzt in den Müll! Damit das nicht passiert, sammelt die Resteküche Lebensmittel und rettet sie vor der Tonne.

Wer steht dahinter? Der Frankfurter Verein Shout Out Loud, der sich seit 2013 in Frankfurt gegen Lebensmittelverschwendung engagiert und 2017 eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne organisiert hat.

Was kann ich in Frankfurt tun? Unterstütze die Resteküche, indem du ein Essen an deren Foodtruck kaufst (zum Beispiel heute am Lola Montez oder am 7. April im Hafen 2)! Mach mit beim Restekochen und unterstütze den Verein ehrenamtlich!

Auf geht’s, wir sehen uns am Foodtruck oder an der nächsten Refill-Station!

Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Diese Woche wurde viel diskutiert in unseren sozialen Netzen – wenn ihr die Kommentare sehen wollt, loggt euch auf Instagram und Facebook ein. Unsere Tipps der Woche für ein Leben mit weniger Plastik findet ihr hier. Zwei der Tipps sind oben schon genannt, weil wir sie so toll finden, wollten wir sie noch mal ausführlicher vorstellen. Viel Spaß bei der Lektüre!

Montag: Mehrwegbecher für Frankfurt

Wie habt ihr heute euren Kaffee oder Tee getrunken? Zuhause, auf der Arbeit oder To Go? Wir in Frankfurt verschwenden jedes Jahr 25 Millionen Einwegbecher aus Plastik!!!! Es wird Zeit, dass wir auf Mehrwegbecher umsteigen! Dazu gibt es eine tolle, unterstützenswerte Initiative aus Bornheim, die einen universellen Mehrweg-Becher nach Frankfurt bringen will! Cup2gether hat einen Becher entwickelt, der an Cafés, beim Bäcker oder beim Imbiss zurückgegeben werden kann – ein lokales Mehrwegsystem also. Für diese Idee werden im Rahmen der #besserbechern-Challenge bis zum 25. Mai Unterstützer und Tester gesucht. Wenn sich genug Einzelpersonen und Cafés anmelden, wird der Becher eingeführt. Also mitmachen und weitersagen – vielleicht schaffen wir es ja, dass sich das System in der ganzen Stadt durchsetzt! Hier könnt ihr euch eintragen und kostenlos BecherbotschafterIn werden.

Dienstag: Menstruationstasse

Der heutige #Plastikfasten-Tipp spart gleich ab dem ersten Monat Geld und Einweg-Plastik: Die Menstruationstasse ist eine müllfreie und preisgünstige Alternative zu Binden und Tampons. Nach der Benutzung muss sie gewaschen bzw. abgekocht werden. Bisher war die Menstruationstasse besonders bei Sportlerinnen beliebt, mittlerweile entscheiden sich immer mehr Menschen dafür. Die Menstruationstasse spart 16.800 Tampons im Leben einer Frau. Deswegen gibt‘s die jetzt auch bei unserem Lieferservice: shop.grammgenau.de

Mittwoch: Brotbeutel

Gibt es eigentlich einen triftigen Grund, aus dem Bäckertüten ein Plastikfenster haben müssen? Wir würden gern auf plastikfreie Tüten umsteigen, oder noch besser: Mehrweg-Brotbeutel. Die kann man aus Stoffresten selber nähen und wenn man einigermaßen dicken Stoff nimmt, ersetzen sie sogar den Brotkorb auf dem Frühstückstisch – guckt mal hier.

Donnerstag: Kostenfreie Trinkwasser-Stationen für Frankfurt

Am 22.3. war Weltwassertag und Frankfurt ist seitdem offiziell Refill-Stadt! Soll heißen: Überall, wo ihr diesen Sticker findet, bekommt ihr Leitungswasser in eure Trinkflasche abgefüllt – kostenlos und plastikfrei!! Wir haben auf eure Kommentare reagiert und die Edelstahltrinkflasche ins Sortiment aufgenommen (hier) und die Refill-Sticker für Frankfurt gesponsort! Spread the Word: Wir suchen Cafés, Vereine, Geschäfte, Restaurants, die mitmachen wollen. Wer Refill-Station werden möchte, bitte per E-Mail bei frankfurt@refill-deutschland.de melden!

Freitag: Tipps für plastikfreie Ostern

Bald ist Ostern. Uns graut schon vor dem (vor allem plastikhaltigen) Kommerz, der uns bevorsteht. Ein bisschen weniger wäre schön. Wir haben hier ein paar Last-Minute-Tipps für ein entspanntes, müllfreies Ostern.

1. Bunte Eier suchen statt Schoki aus dem Supermarkt! Mit Rotkohl, Kurkuma und Tiefkühlheidelbeeren kann man selbst bunte Eier auf natürliche Weise färben.

2. Omas und Opas Holzeier aus dem Keller holen statt Platikdeko! Die können jedes Jahr wiederverwendet werden. Alternativ könnt ihr auch Papierreste oval zuschneiden, bunt bemalen und mit Garn in euren Osterstrauß oder euer Fenster hängen.

3. Süßes selbst machen oder lose kaufen statt in Plastik! Osterhasen und Osterplätzchen gibt es beim Bäcker oder könnt ihr selbst backen. Auch Pralinen und Schokolade bekommt ihr lose bei Konditoreien und in der Kleinmarkthalle.

4. Wiederverwendbare Osternester verstecken! Statt Plastikgras könnt ihr Stroh nehmen, dazu einen geflochtenen Korb. Auch gut geeignet sind Stoffsäckchen. Die können nach der Eiersuche gewaschen und wiederverwendet werden.

5. Sinnvoll schenken. Manchmal möchte man eben doch anderen eine Freude machen und eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen. Müllfreie Geschenke sind entweder Dinge, die man aufessen kann (zum Beispiel selbstgemachte Aufstriche oder Kekse im Glas), die man wiederverwenden kann (zum Beispiel unsere Bienenwachstücher) oder die man aufbrauchen kann (zum Beispiel unsere Naturkosmetik oder unsere Geschenkgutscheine).

Samstag: Trinkhalme

#Plastikfasten-Tipp für alle, die heute einen Smoothie oder ein Cocktail trinken gehen: Sagt „nein, danke“ zum Strohhalm! Strohhalme werden durchschnittlich 15 Minuten lang benutzt und benötigen 500 Jahre um zu zerfallen. Nach Plastikflaschen und Plastiktüten, sind Plastikstrohhalme unter den 10 meistgefunden Abfällen am Strand. Aber mal ehrlich, manche Getränke funktionieren nicht ohne Strohhalm Schön sieht’s aus mit Trinkhalmen aus Glas, Edelstahl (wiederverwendbar), Bambus oder Papier (einweg). Oder habt ihr schon mal Makkaroni als Trinkhalm benutzt? Das geht notfalls auch!

#Plastikfasten-Woche 5: gramm.genau drückt die Schulbank

Wir drücken die Schulbank – naja, nicht ganz. Franzi war zu Besuch in der Textorschule in Sachsenhausen, um über #Plastikfasten und Müllvermeidung zu sprechen.

Warum eigentlich? Wenn wir langfristig unseren Planeten vom Plastikmüll befreien wollen, brauchen wir alle Generationen. Deswegen ist Umweltbildung so wichtig. Damit fangen wir am besten in den Schulen an. Dort erreichen wir die Menschen, die sehr wahrscheinlich unter dem derzeitigen Konsumverhalten und Verbrauch an Plastikgütern leiden werden.

Wollen wir unseren Kindern eine Zukunft mit Fischen voller Plastik und gesundheitsgefährdenden Stoffen in unserem Körper hinterlassen? Naja, die Antwort ist klar, oder? Hier lest ihr Franzis Bericht vom Besuch bei einer zweiten Klasse in einer Frankfurter Schule.

2. Stunde: Plastikfasten

Neugierige 48 Augen betrachteten mich, als ich die Klasse – vollgepackt mit Nudeln, Müsli, Aprikosen und Datteln – betrat. Ich stelle mich und gramm.genau als nachhaltiges Unternehmen vor. Unternehmen, hää was? Ja, Zweitklässler. Da muss man ganz von vorne anfangen. Nämlich dabei, dass wir als Unternehmen etwas gemeinsam anpacken, um die Welt besser zu machen. Sowas nennt man Sozialunternehmen. Natürlich müssen wir als Sozialuntnernehmen (und vor allem als GmbH) auch darauf achten wirtschaftlich zu handeln, das heißt ohne uns oder dem Unternehmen zu schaden. Aber vor allen Dingen wollen wir mit gramm.genau erreichen, dass mehr Frankfurter umweltbewusst und plastikfrei Einkaufen können.

Die Folgen von Plastikmüll verstehen selbst die Kleinsten

Dass Plastik schlecht für Umwelt und Gesundheit ist, scheint überall bereits bekannt zu sein, auch bei den Zweitklässlern. Sie wissen um den Plastikstrudel im Meer, der größer ist, als sie sich vorstellen können und dass Fische Plastik essen und davon sterben. Sie wissen auch, dass wir selbst Plastik essen, wenn wir Fische oder auch andere Lebensmittel essen und dass das krank macht.

„Was sind denn Möglichkeiten diesen Müll nicht entstehen zu lassen?“, frage ich in die Runde. Ein Kind hält Trinkflasche und Brotdose hoch und ich bin begeistert. 99% der SchülerInnen haben wiederverwendbare Trinkflaschen und Brotdosen dabei. Das ist ein sehr guter Anfang, denn durch To-Go- und Convencience-Produkte (auf Deutsch: Bequemlichkeits-Produkte) entsteht sehr viel Müll. Ich zeige ihnen noch andere Alternativen, wie Leinensäckchen, wiederverwendbare Sandwich-Zipper-Beutel und Bienenwachs-Tücher (statt Frischhalte- und Alufolie).

Üben für Später

Dann geht es ans ‚Unverpackte‘: Die Kinder dürfen einen Einkauf bei gramm.genau simulieren. Zwischen losen Nudeln, Müsli, Aprikosen und Datteln haben sie die Qual der Wahl – was möchten sie mit nach Haus nehmen? Eingekauft wird dann ganz nebenbei noch auf Französisch, Gott sei Dank unterstützt dabei die zweite Klassenlehrerin.

„Warum kann man Nudeln nicht überall lose kaufen?“, fragt ein Kind. Gute Frage. Wir besprechen, ob noch mehr Läden auf diese Idee kommen werden. Am Ende gehen alle zufrieden nach Hause – mit einem kleinen Einkauf in Gläsern und einem Vorsatz für die Zukunft.

Umweltbildung – unser Ehrenamt

In den letzten anderthalb Jahren waren wir mit gramm.genau nicht nur in Schulen unterwegs, sondern Schulklassen sind auch zu uns gekommen. Im Pilotladen auf der Berger Straße haben wir Schülerinnen und Schülern das unverpackte Einkaufen vorgeführt – und haben dabei selbst einiges gelernt! Junge Menschen begreifen die Idee und Notwendigkeit einer Kreislaufwirtschaft viel schneller. Sie werden auch selbst kreativ, wie zum Beispiel eine Schulklasse, die nach dem Besuch in unserem Laden einen Verkaufs-Automaten für losen Käse entwickeln wollte. Genau solche Ideen brauchen wir!

 


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Diese Woche ging es um Apps, die mit Müllvermeidung, Zero Waste und Plastikfasten zu tun haben.

Montag: Petitions-App für den Supermarkt

Replace Plastic ist eine App die von deutschen Küstenschützern erfunden wurde, damit weniger Plastik in der Umwelt landet. Mit der App könnt ihr Produkte mit Plastikverpackung per Barcode scannen. Dann könnt ihr ein Feedback an den Hersteller geben, dass ihr euch das Produkt ohne Plastikverpackung wünscht. Die Erfinder der App schicken dann eine Nachricht an den Händler / Hersteller – zum Beispiel wenn 20 Leute dasselbe Produkt gescannt haben. Eine Anti-Plastik-Petition to go quasi! Wir finden das eine tolle Initiative, weil es sehr sehr wichtig ist, den Händlern und Herstellern ein Feedback zu geben – denn die haben schließlich die Wahl der Verpackung in der Hand und möchten sie nach Kundenwünschen gestalten.

Dienstag: App für saisonales Einkaufen

Beim #Plastikfasten lose einkaufen funktioniert besonders gut auf dem Markt! Aber auch in Bio-Läden und einigen Supermärkten gibt es loses Obst und Gemüse. Damit ihr wisst, was Saison hat und was nicht, empfehlen wir euch die App Saisonkalender. Darin gibt es verschiedene Einstellungen, zum Beispiel ob die deutsche oder die globalen Saisons berücksichtigt werden sollen. Wir können sehr empfehlen, saisonal einzukaufen, denn man erhält frische und günstige Produkte mit hoffentlich weniger Verpackung wenn regional. Der Nachteil: Die Auswahl an regionalen saisonalem Obst & Gemüse ist im Winter geringer. Aber guckt doch selbst – hier geht’s zur App.

Mittwoch: Kassenbons und Tickets vermeiden

#Plastikfasten-Tipp des Tages: Nein zu Thermopapier sagen! Thermopapier ist besonders beschichtet und enthält fast immer BPA (oder ähnliche gesundheitsgefährdende Stoffe). Im Alltag haben wir damit vor allem bei Kassenbons, Fahrkarten und Veranstaltungstickets zu tun. Das Problem: Mikroplastik / BPA wird allein durch Berührung über die Haut aufgenommen. Ein Kassierer, der regelmäßig Kassenbons berührt, nimmt im Laufe eines Tages viel mehr Mikroplastik auf, als beispielsweise in Lebensmitteln erlaubt ist laut EU-Grenzwert.

Wer Thermopapier vermeiden möchte, kann einfach „Nein, danke“ zum Kassenbon sagen. Wer ein Smartphone hat kann sämtliche Fahrkarten und Tickets in Apps speichern – das geht selbst beim RMV, bei der Deutschen Bahn und beim FlixBus. Auch für Veranstaltungstickets gibt es die Option eines „mobile ticket“. Das ist aber nicht immer erlaubt, manchmal wird trotzdem ein ausgedrucktes Ticket („print at home“ oder „ticket direkt“) benötigt. Das kann man immerhin in schwarz-weiß und auf Recyclingpapier ausdrucken.

Donnerstag: Flohmarkt-Apps

Die meisten Gebrauchsgegenstände, die wir neu kaufen, sind in Plastik verpackt. Wer Second Hand kauft, spart sich den Müll! Unser #Plastikfasten-App-Tipp des Tages sind deswegen Flohmarkt- bzw. Marktplatz-Apps. Hier eine Auswahl:

nebenan.de ist eine Nachbarschaftsapp, auf der man nicht nur Dinge, sondern auch Hilfe finden kann. Der Vorteil am Marktplatz: Die angebotenen Dinge sind ein paar Straßen weiter abzuholen, da Nutzer anhand ihres Stadtviertels vernetzt werden.

Kleiderkreisel ist eine Flohmarkt-App für Kleidung aller Art. Hier kann man nach Marken und Größen filtern. Es gibt auch eine Version nur für Kindersachen (Mamikreisel).

eBay Kleinanzeigen funktioniert ähnlich wie ebay, nur dass die meisten Angebote für Selbstabholer mit Barzahlung sind. Eignet sich gut für Möbel und Haushaltsgeräte.

Shpock hat ein ziemlich schönes Design und ist quasi ein digitaler Flohmarkt. Anzeigen erstellen und kommunizieren geht einfach. Auch hier geht es um Verkäufe in der Nähe für Selbstabholer.

Was sind eure Erfahrungen damit? Kennt ihr weitere? Eine ganz tolle Initiative, die offline funktioniert, ist Die Gude Give-Box, eine Abgabestelle für Gebrauchtes, an der sich jeder bedienen kann. Leider gibt es noch keine Genehmigung dafür, vielleicht habt ihr ja Ideen, wo wir so etwas in Frankfurt aufstellen könnten?

Freitag: Magazine teilen oder digital lesen

Magazine sind in den seltensten Fällen auf Recyclingpapier gedruckt und haben fast immer einen Kunststoffanteil (z.B. bei Hochglanz-Titelseiten). Außerdem werden viel mehr Magazine gedruckt, als am Kiosk verkauft werden können – viele landen also direkt im Müll. Wer #Plastikfasten möchte, kann sich überlegen, Zeitschriften weiterzugeben bzw. gemeinsam zu kaufen. In vielen Bibliotheken gibt es Magazine zum Lesen vor Ort.

Für diejenigen, die gern am Computer lesen oder ein Tablet haben: Etliche Magazine gibt es auch in digital als Abo. Wenn ihr viele Zeitschriften lest, könnte Readly für euch interessant sein. Die App bietet eine Magazin-Flatrate, die ihr zwei Wochen kostenlos testen könnt und die danach kostenpflichtig ist. Die große Auswahl ist trashig bis nerdig. Viel Wissenschaft und Trends, keine alternativen Magazine, eher große Verlagshäuser.

Samstag: Plastiktütenzähler-App

Die einfachste App der Welt haben Plastic Bag Busters. Beim #Plastikfasten könnt ihr unterwegs immer klicken, wenn ihr eine Plastiktüte eingespart habt. Sobald ihr 100 geschafft habt, könnt ihr euch zur Community anmelden. Oder weiterzählen. Easy. Einfach im App Store oder Play Store nach plastic bag challenge suchen.

#Plastikfasten Woche 4: Leben ohne Müll?

Nun sind wir schon in der vierten #Plastikfasten-Woche angekommen. Der heutige Beitrag ist für Fortgeschrittene, es geht nämlich nicht nur um Plastik, sondern um Müllvermeidung allgemein. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Zero Waste“? Ist „null Müll“, also gar keinen Müll mehr zu produzieren, nicht total unrealistisch und müsste es nicht daher „Less Waste“, also „weniger Müll“ heißen?

Die Idee aus den USA: Ein Haus ohne Müll

Im letzten Jahr haben wir die Bloggerin Bea Johnson nach Frankfurt eingeladen. Sie hat einen Vortrag über ihr „Zero Waste Home“, also ihr müllfreies Zuhause gehalten. Bea Johnson ist nicht die erste, die sich mit dem Thema Müllvermeidung befasst, aber sie hat es auf eine beeindruckende Weise geschafft, ihre Botschaft um die Welt zu verteilen. Und zwar, weil sie selbst mit ihrer vierköpfigen Familie komplett müllfrei lebt (in den USA!) und das ohne Verzicht. Am Ende eines Jahres fällt bei ihr nur ein einziges Glas Restmüll an. Wie sie das macht? Sie beherzigt in ihrem Alltag 5 einfache Grundsätze.

Refuse (engl. ablehnen): Nein sagen und Müll vermeiden

Hier geht es um Bewusstsein dafür, welche Dinge wir wirklich brauchen. Zum Beispiel wenn wir ein Werbegeschenk bekommen: Brauche ich dieses USB-Radio aus Plastik wirklich oder nehme ich es nur, weil es kostenlos ist? Wer höflich „Nein“ sagt, sammelt nicht nur weniger Zeug an, sondern bringt auch die andere Seite zum Umdenken.

Reduzieren

Viele Dinge sammeln sich zu Hause an, ohne dass wir sie wirklich benutzen. Brauche ich wirklich fünf Töpfe, wenn es nur vier Herdplatten gibt? Brauche ich wirklich zehn Blusen, wenn die Arbeitswoche nur fünf Tage hat? Wer ausmistet, weiß die einzelnen Teile mehr zu schätzen. Wer gebrauchte Sachen weitergibt (z. B. über ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel, Shpock oder nebenan.de) macht anderen eine Freude. Und tut sich selbst einen Gefallen: Wer weniger Zeug hat, muss beim nächsten Umzug weniger tragen, weniger aufräumen, Staub wischen und hat mehr Zeit für die wirklich wichtigen Sachen.

Reuse (engl. wiederverwenden): Mehrweglösungen finden

Mehrweg statt Einweg! Dieses Motto lässt sich fast überall anwenden: auf Trinkflaschen, Einkaufsbeutel, Kaffeebecher usw. (mehr dazu in unseren #Plastikfasten-Tipps weiter unten). Langfristig spart man durch Mehrweg-Lösungen auch noch Geld. Ebenso wichtig ist der Kreislauf von Geräten und anderen Haushaltsdingen: alte Bettlaken als Putzlappen zu benutzen zum Beispiel. Oder Möbel anzuschaffen, die sich, wenn sie abgenutzt sind, wieder in ihre Einzelbestandteile zerlegen lassen. Welche Initiativen es dazu schon in Frankfurt gibt, könnt ihr am Dienstag beim Circular Economy Mapping Event in Bockenheim erfahren.

Recyceln

Recycling hat in Deutschland ein ziemlich gutes Image, die meisten Haushalte trennen ihren Müll. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, weil die Wertstoffe aus dem gelben Sack theoretisch recycelt werden können. Die Probleme damit: Um wieder Plastik zu gewinnen, aus dem neue Produkte entstehen können, wird sehr viel Energie verbraucht. Wenn die Recyclinganlagen in Frankfurt nicht ausreichen, muss der Müll über weite Strecken transportiert werden oder er wird verbrannt. Dadurch entsteht zwar Heizwärme für unsere Stadt, aber auch jede Menge Abgase. Um die Umwelt zu schonen, sollten wir also recyceln, wo es nicht anders geht, aber grundsätzlich noch besser Müll gar nicht erst entstehen lassen.

Rot (engl. verrotten): Kompostieren

Viele Reste, die im Haushalt anfallen, müssen gar nicht in den Restmüll (der verbrannt wird), sondern können in die Biotonne oder auf den hauseigenen Kompost (wo sie auf natürliche Weise verrotten). Es macht keinen Sinn, die Müllhalden mit organischen Resten noch mehr zu belasten, wenn diese einfach kompostiert werden können. Wer viel frisch kocht und lose einkauft, kann so seinen Restmüll extrem reduzieren.

Fazit: Wer diese fünf Grundsätze beherzigt, kann sehr ressourcenschonend Leben.

„Zero Waste“ steht dabei für das Ziel, das wir uns setzen (nicht für den Ist-Zustand). Das heißt, selbst wenn wir jeden der fünf Grundsätze nur in einigen Lebensbereichen beherzigen, kommen wir insgesamt schon weiter. Stellt euch mal vor, alle Menschen in Deutschland würden nur noch Leitungswasser statt Flaschenwasser trinken! Das wäre ein riesiger Effekt! In diesem Sinne verfolgen wir mit euch weiter unser Zero-Waste-Ziel: #Plastikfrei bin ich dabei! Danke für eure tollen Fasten-Tipps auf Facebook und Instagram – wir haben viel gelernt. Jetzt heißt es: Dranbleiben!


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Montag: Windeln

#Plastikfasten mit Babies: Wusstet ihr, dass ein Kind durchschnittlich über 5.000 (Einweg-)Windeln verbraucht?! Habt ihr Erfahrung mit Stoffwindeln? Die gibt es mittlerweile in so guter Qualität, dass sie lange halten und auch secondhand günstig zu bekommen sind. Und Stoffwindeln wurden von Designern entdeckt und sind jetzt knallbunt! Endlich ohne Öko-Image. Für unterwegs oder zur Aufbewahrung im Windeleimer gibt es die sogenannten Wetbags, die sich dicht verschließen lassen und ebenfalls waschbar sind.

Herkömmliche Einweg-Windeln haben einen großen Plastikanteil und können Allergien oder Hautreizungen auslösen (mal abgesehen von dem Müllberg und den Kosten). Einweg-Windeln gibt es auch als Öko-Variante aus Bioplastik und FSC-zertifiziertem Zellstoff. Wir haben hier in Frankfurt leider nicht wirklich geeignete Recycling-Anlagen für Bioplastik, aber gesundheitliche Gründe sprechen zumindest für diese Alternative. Oder eben Mehrweg statt Einweg.

Dienstag: Stoffverpackung / Furoshiki

#Plastikfasten ist Kunst! Unser heutiger Tipp ist ziemlich kostenlos, denn alles was ihr braucht sind Geschirrtücher oder Stoffe, evtl. auch ein altes Laken. Statt Geschenkpapier / Alufolie / Plastiktüte wird einfach alles in Stoff gewickelt. In Japan gibt es dafür sogar eine spezielle Falttechnik: Furoshiki. Wir nennen es einfach Picknickbeutel, denn besonders gut lässt sich die Brotzeit darin verpacken. Einfach ein Sandwich auf der linken Seite, Apfel auf der rechten Seite auf ein Tuch legen, einrollen, in der Mitte falten und oben zuknoten – fertig ist der müllfreie Beutel. Das hält übrigens so gut, dass es sogar bei Weinflaschen funktioniert! Danke @morvens_handmades für den Tipp!

Mittwoch: Vorkochen / Mealprep

Aus der Kategorie *Internetrends die alltägliche Dinge hypen* kommt heute unser #Plastikfasten-Tipp: Mealprep oder auf Deutsch einfach vorkochen ;) Die Idee ist dahinter, dass ihr mit möglichst wenig Zeitaufwand so gesund und plastikfrei wie möglich durch die Woche kommt. Dafür werden am Wochenende ein großer Einkauf gemacht und dann immerhalb von 2-3 Stunden alle Gerichte gekocht und Lebensmittel so zubereitet und portioniert, dass ihr unter der Woche nur noch zugreifen müsst. So geratet ihr nicht in die Versuchung, zu Fastfood und Verpacktem zu greifen.

Donnerstag: Fermentieren

Kohl, Kimchi und Kefir: Heute empfehlen wir euch als #Plastikfasten-Tipp das Fermentieren – eine günstige, gesunde und plastikfreie Möglichkeit, Lebensmittel selbst herzustellen bzw. haltbar zu machen. Die durch Fermentation freigesetze Säure fördert die Bildung einer gesunden Darmflora.

Beispiel Kefir: Ihr besorgt euch einen Kefirpilz, gießt Milch dazu (geht auch pflanzliche) und lasst das ein paar Tage bei Zimmertemperatur stehen – fertig ist der Kefir. Der Kefirpilz kann danach wiederverwendet werden. Die Knolle wächst mit der Zeit und lässt sich dann gut teilen und an Freunde weitergeben.

Beispiel Wintergemüse: Kohl und Rote Beete könnt ihr leicht fermentieren – alles was ihr zusätzlich braucht ist ein Glas und Salz. Der Fermentationsprozess dauert ein paar Wochen, aber macht die Lebensmittel sehr schmackhaft und lange haltbar.

Freitag: Teelichter

Im Winter gemütlich: ein Teelicht im Fenster. Teelichter sind leider ein ziemliches Wegwerfgut: Sie werden in Plastikverpackung verkauft und die Aluschälchen landen nach kurzer Benutzung im Müll. Wir haben eine Alternative gefunden: lose Teelichter mit wiederverwendbaren Schälchen. Die bekommen wir palmölfrei aus Fulda geliefert. Findet ihr in unserem Online-Shop.

Noch ein #Plastikfasten-Tipp: Kerzen aus Wachsresten selber machen!

Samstag: Kleidung aus Naturstoffen / Waschsack

Samstag ist Waschtag? Wir wollten euch gerade empfehlen, weniger oft Wäsche zu waschen. Was das mit #Plastikfasten zu tun hat? Auch in unserer Kleidung ist Mikroplastik und zwar mehr als wir denken! Alle Teile, die synthetische Fasern enthalten, geben diese als Mikroplastik in der Waschmaschine in unser Abwasser und somit in die Ozeane ab. Mikroplastik ist nur sehr schwer zu filtern, daher sollten wir vermeiden, dass es überhaupt ins Wasser gelangt.

Deswegen: Besser keine synthetischen Fasern kaufen und auf 100% Baumwolle (Cotton) oder andere natürliche Stoffe wie planzliche Viskose umsteigen. Gerade bei Outdoor-Kleidung sind Kunststoffe häufig elementar. Daher empfehlen wir, auch die weniger zu waschen und wenn dann im Guppy-Bag (siehe Fotos). Das ist ein Waschsack, der Mikroplastik filtert. Er ist nach einer Fischart benannt – denn Fische leiden am Meisten unter Mikroplastik.

Was kostet die Welt? Eine Ökobilanz und 5 Dinge, die wir tun können

Vom Acker auf den Teller, aus der Fabrik in die Hand: Woher kommen eigentlich die Dinge, die wir täglich konsumieren und wie viel kosten sie wirklich?

Alles, was wir konsumieren, wurde irgendwie hergestellt, geerntet oder abgebaut und zu uns transportiert. Vom Apfel bis zur Zahnpasta: Damit Konsumgüter zur Verfügung gestellt werden können, werden Ressourcen benötigt, z. B. ein Baum gepflanzt, gedüngt, gewässert, geerntet, die Ernte gewaschen, sortiert, verpackt und transportiert.

Wie viele Ressourcen entlang dieser Lieferkette verbraucht und wie viele Schadstoffe verursacht werden, ist je nach Produkt unterschiedlich. Sogar von Apfel zu Apfel kann das variieren, je nach Herkunft, Jahreszeit und Anbau-Art. Wenn wir die eingesetzen Mittel und die anfallenden Schadstoffe zusammenrechnen, erhalten wir die Ökobilanz – das heißt die Umweltkosten des Produkts.

Begriffs-Definition: Das Wort Ökobilanz steht für eine Methode zur Abschätzung der Auswirkungen eines Produktes und seines Herstellungsprozesses auf die Umwelt.

Ressourcen schonen beim Einkauf

Ressourcenschonender Konsum bedeutet für uns, dass wir darauf achten, wie gut die Ökobilanz der Dinge ist, die wir kaufen. Hat der Apfel eine lange Reise hinter sich? Ist es ein Bio-Apfel? Wurde er lange im Kühlhaus gelagert? Ist gerade Juni und könnte ich nicht besser saisonale Erdbeeren kaufen?

Daumenregel bei Lebensmitteln: Regionale, saisonale, ökologische, frische, wenig verarbeitete Produkte haben die niedrigste Ökobilanz.

Mit der Ökobilanz können wir als Händler ausrechnen, welche Verpackung die nachhaltigste ist oder ihr als Kunden sehen, wie viel ihr von dem verbraucht, was auf der Welt vorhanden ist. Warum wir uns damit beschäftigen sollten? Die vorhandenen Ressourcen werden schlichtweg bald nicht mehr für alle reichen, wenn wir verschwenderisch mit ihnen umgehen.

Auch soziale Kosten spielen eine Rolle

Neben den Umweltaspekten entlang der Lieferkette eines Produkts müssen wir auch die sozialen Auswirkungen beachten: Wird den Landwirten ein faires Gehalt gezahlt? Gibt es auch vor Ort genug Grundnahrungsmittel oder werden die für den Export abgezogen? Landet die zugehörige Plastikverpackung als Müll im Meer und lässt dort Meerestiere verenden, sodass Fischer nicht mehr von ihrem Job leben können?

Eine nachhaltige Lieferkette schafft für alle an der Herstellung und Vermarktung beteiligten Akteure langfristig einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen. (vgl. UN Global Compact)

Was wir tun können

Hier sind fünf Dinge, mit denen wir direkt loslegen und unsere Ökobilanz verbessern können.

1) Weniger kaufen.

Konzept: Minimalismus

Worum geht es? Hier geht es um Bewusstsein – machen uns all die Dinge, die wir kaufen, wirklich glücklich? Wie viel benötigen wir, um zu überleben? Wie viel benötigen wir um Glücklich zu sein?

Wie mitmachen in Frankfurt? Konsumfreie Tage einlegen. Selbermachen statt kaufen. Zum Minimalismus-Stammtisch gehen

2) Weniger Müll kaufen.

Konzept: Zero Waste (Leben ohne Müll bzw. mit weniger Müll)

Worum geht es? Hier geht es um die Verpackungen von Produkten und um die Langlebigkeit von Produkten. Mehrweg schlägt Einweg!

Wie mitmachen in Frankfurt? Lebensmittel lose kaufen bei gramm.genau. Folgt unseren Tipps und Tricks für ein Leben mit weniger Müll auf Facebook, Instagram und unserem Blog.

3) Bio kaufen.

Konzept: Ökologische Landwirtschaft

Worum geht es? Beim ökologischen Anbau werden weniger Treibhausgase ausgestoßen, da keine Pestizide zum Einsatz kommen, Böden bleiben gesund, die Biodiverstität bleibt erhalten. Chemische Landwirtschaft ist gefährlich für unseren Planeten!

Wie mitmachen in Frankfurt? Beim Einkauf auf Bio-Produkte achten, saisonale und regionale Produkte kaufen, z. B. in Bio-Läden, SoLaWis, Food-Coop, Bio-Supermärkten, auf dem Markt. Informieren und Engagieren beim Ernährungsrat Frankfurt. Meldet euch an zum kostenlosen Workshop zu saisonaler Ernährung in Ginnheim.

4) Nachhaltigere Produkte erfinden.

Konzept: Kreislaufwirtschaft

Worum geht es? Wir müssen unsere Wirtschaft umstellen. Aktuell denken wir von der Produktion bis zur Müllhalde, in manchen Fällen auch an Recycling. Aber was wäre, wenn wir jedes Produkt von vornherein so bauen, dass nach seiner Lebenszeit daraus etwas Neues werden kann?

Wie mitmachen in Frankfurt? Fordert Hersteller auf, nachhaltigere Produkte anzubieten. Engagiert euch beim Verein Cradle 2 Cradle e.V.

5) Lebensmittelverschwendung stoppen.

Konzept: Resteküche / Kein Essen für die Tonne

Worum geht es? Damit die täglich durchschnittlich 2000 Kalorien, die wir in Form von Lebensmitteln zu uns nehmen, auf den Teller kommen, werden mehr als 4600 Kalorien an Lebensmitteln auf dem Acker angebaut – und am Acker, im Supermarkt, in Hotels, in der Gastronomie und im Haushalt weggeworfen.

Wie mitmachen in Frankfurt? Werft kein Essen weg. Engagiert euch beim Verein Shout out Loud. Lest das Resteküche-Buch.


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Montag: Zähneputzen

Ein einfacher Wechsel von herkömmlichen Zahnbürsten auf Bambus-Zahnbürsten spart jede Menge Plastik! Die Funktionsweise ist dabei genau die gleiche. Zahnbürsten kommen ja irgendwie so oder so aus China, da kann man auch auf die Bambus-Variante umsteigen.

Für die Experimentierfreudigen haben wir noch eine Alternative zur Zahnpasta-Tube: Zahnpasta in Tablettenform! Die sogenannten Denttabs werden im Mund zerkaut und mit der entstandenen Masse putzt (oder wie die Hersteller sagen „poliert“) man sich die Zähne. Von bisherigen Kunden haben wir gehört, dass der Umstieg schwer fällt, aber sich vor allem für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch lohnt.

Die Denttabs gibt es natürlich bedarfsgerecht abgefüllt – für alle, die erstmal ausprobieren wollen, gibt’s das Mini-Glas. In unserem gramm.genau Online-Shop findet ihr außerdem eine besonders simple Version der Bambuszahnbürste ohne Farben und Lacke, die die Umwelt weniger belastet. Damit ihr die Zahnbürsten Zuhause dennoch auseinander halten könnt, sind sie mit verschiedenen eingefrästen Tiersymbolen erhältlich. gramm.genau kaufen und ausprobieren

Dienstag: Taschentücher

Mensch ist das kalt hier – haste mal ein Taschentuch? Spätestens jetzt geht’s mit #Plastikfasten zurück zum etwas altmodischen, aber doch häufig sehr hübschen Stofftaschentuch. Das könnt ihr aus Stoffresten auch einfach selbst machen. Nach Benutzung dann ab in die Waschmaschine. Bunte Tücher eignen sich übrigens auch super als Servietten (und sieht auch schöner aus am Tisch).

Eine plastikfreie Taschen-Tuch-Alternative bietet erstaunlicherweise Bambus. Smooth Panda produzieren Taschentücher aus Bambusfasern, die plastikfrei im Karton geliefert werden.

Einen anderen guten Tipp für unterwegs haben wir von Claudia (@nowaste1302) auf Instagram gefunden. Sie macht Feuchttücher für unterwegs selbst. Wasser abkochen, ein Teelöffel Kokos- oder Mandelöl dazu und in eine geeignete Box packen. Hält drei Tage und eignet sich super für Babyhaut.

Mittwoch: Bienenwachstuch statt Frischhaltefolie

Manche Menschen kommen beim #Plastikfasten wohl komplett ohne Frischhaltefolie aus. Für alle, die doch mal was einwickeln wollen, haben wir eine nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie, komplett aus abbaubaren Rohstoffen – und gut duften tut sie auch!

Die Erfindung heißt Bienenwachstuch und gibt es eigentlich schon ziemlich lange. Die Tücher sind durch den Wachs undurchlässig für Flüssigkeiten, aber trotzdem flexibel. Sie lassen sich mit der Körperwärme der Hand in jede Form bringen: als Haube für die Salatschüssel, als Papier für’s Pausenbrot, als Mantel für geschnittenes Gemüse (hält wirklich länger frisch!) oder als Unterlage beim Teig ausrollen.

Nach dem Benutzen können sie feucht abgewischt und wiederverwendet werden – ca. 2 Jahre lang. Stellt euch mal vor, wie viel Frischhaltefolie man in der Zeit verbrauchen würde!

So ein Bienenwachstuch lässt sich mit Hilfe eines Bügeleisens selbst herstellen oder ihr könnt das Bienenwachstuch in verschiedenen Größen in unserem gramm.genau-Online-Shop kaufen.

Donnerstag: Rasieren

Heute ein Tipp zum Geld sparen und #Plastikfasten für alle Menschen, die sich rasieren. Habt ihr schon mal von dem Köder-Haken-Trick gehört? Das ist ein Marketing-Trick, bei dem erst ein Grundprodukt (Drucker, Kaffeemaschine, Rasierer) sehr günstig verkauft wird und die hohen Kosten dem Verbraucher regelmäßig beim Zubehör entstehen (Druckerpatronen, Kaffeekapseln, Rasierklingen). Wir haben eine Alternative und die ist auch noch plastikfrei!

Es gibt einen Rasierer, der quasi unkaputtbar ist: den Rasierhobel aus Edelstahl. Er wird euch viele teure Plastikrasierer ersparen. Die Klingen zum Nachkaufen sind deutlich billiger, nur wenig verpackt (in Papier) und halten länger! Mit etwas Übung funktioniert der nicht nur für den Bart, sondern auch für Beine und Achseln.

Wo man sowas noch bekommt? Im Fachgeschäft – support your local dealer! In Frankfurt bekommt man eine sehr gute Auswahl im Bürstenhaus Frankfurt, dort gibt es auch plastikverpackungsfreie Rasierseifen zu kaufen und die Beratung ist exzellent.

Für alle, die Alternativen zum Rasierschaum suchen, probiert es doch mal mit Rasieröl oder Rasierseife oder macht euch Rasiercreme auf Sheabutter-Basis selbst – hat den Vorteil, dass ihr wirklich wisst, was drin ist und eure Haut nicht gereizt wird. Ein Rezept findet ihr bei smarticular.net.

Freitag: Deo

Körpergeruch? Deo! Ohne Plastik? Hm … schwierig. Fast alle Deos, selbst Naturkosmetik, finden sich in Plastikrollern, Spraydosen oder Pumpfläschchen aus Plastik. Was wäre eine möglichst nachhaltige Lösung zum #Plastikfasten? Vielleicht gar kein Deo mehr benutzen?

Wir haben im letzten Jahr bei unseren Zero-Waste-Selbermach-Workshops mit euch öfter Deo auf Natronbasis mit ätherischen Ölen hergestellt. Dafür braucht ihr auf jeden Fall einen leeren Deoroller, idealerweise von einem Deo, das ihr aufgebraucht habt. Aber auch der enthält im Deckel Plastik.

Wir haben jetzt noch eine andere Lösung gefunden: Deo im Glas. Haben wir direkt mal getestet. Ehrlich gesagt, muss man seine Achseln dafür lieb gewinnen, denn das trägt man direkt mit der Hand auf. Aber wenn man bedenkt, dass dort einige Lymphknoten zur körpereigenen Abwehr sitzen, lohnt es sich, sie zu schonen. In herkömmlichen Deos sind nicht selten schweiß-hemmende Aluminium-Chlorohydrate enthalten, die häufig in Zusammenhang mit Brustkrebs gebracht werden. Wir empfehlen in jedem Fall Naturkosmetik!

Wir haben im gramm.genau Online-Shop aktuell drei Deos im Glas zur Auswahl sowie Natron und Öle für Selbermach-Fans. Außerdem findet ihr noch das Starterset für ein plastikfreies Bad: Zum Shop

Samstag: Tipps und Bücher

Am Samstag waren wir für euch zur persönlichen Beratung am Stand von Home-Base Good.Food in der Kleinmarkthalle. Wir können den recht neuen Stand nur empfehlen, denn es handelt sich um ein sehr nachhaltiges Konzept, dass auf lokale bzw. regionale Produkte aus Hessen setzt. Dort bekommt ihr auch leckeren Salat im Glas.

Die abgebildeten Bücher findet ihr auch in unserem Online-Shop – sie haben uns den Einstieg in ein Leben mit weniger Müll sehr erleichtert! Zum Shop

5 Dinge, die du mit mit #Plastikfasten veränderst

Die zweite #Plastikfasten-Woche ist um. Zeit sich genauer anzugucken, was sich eigentlich verändert hat – oder besser gesagt, was du verändert hast!

1. Dein Konsumverhalten

Deine Perspektive verschiebt sich: Du bemerkst, welch eine zentrale Rolle Kunststoffe im Alltag spielen. Du kaufst bewusster ein: Jetzt vergleichst du Plastik- und Mehrwegverpackungen. Du machst dir Gedanken darüber, was du mit deinem Konsum auslöst. Du prüfst vorher, ob du Dinge wirklich benötigst. Du lässt dich nicht von Werbung und Mogelpackungen blenden und sparst so möglicherweise Geld. hier geht’s zum Blogbeitrag über #Plastikfasten und Geld)

2. Deinen Körper

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du Mikroplastik im Blut – so wie 90% der Menschen in Europa. Warum ist das problematisch? Im Plastik sind sogenannte endokrine Disruptoren (EDCs) enthalten, die das menschliche Hormonsystem stören und mit Herzkreislaufkrankheiten, Übergewicht und Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht werden. Kannst du mit #Plastikfasten den Anteil von Mikroplastik im Blut reduzieren? Ja! In einem Experiment mit einer Familie, die einen Monat auf Plastik in ihrem Haus verzichtet hat, konnte bei allen Familienmitgliedern ein Rückgang des Plastiks im Körper von bis zu 80% nachgewiesen werden. hier geht’s zum Film

Es gibt noch einen weiteren Zusammenhang zwischen dem Verzicht auf In-Plastik-Verpacktes und deiner Gesundheit. In 60% aller verpackten Lebensmittel findet sich Zucker; häufig auch Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Jetzt kaufst du mehr frische, lose Lebensmittel und ernährst dich so automatisch ein Stück gesünder (es sei denn du bist Stammkunde beim Kuchenbäcker ;).

3. Den Spaßfaktor

Klar ist #Plastikfasten zuerst eine Umstellung – je nachdem wie intensiv du das betreibst. Wir versuchen dir die #Plastikfasten-Zeit so schön wie möglich zu machen – in dem wir gemeinsam Tipps, aber auch Ärgernisse diskutieren, in dem wir jeden Tag eine Anregung posten und natürlich indem wir weiterhin unseren Haustürlieferservice per Lastenrad betreiben (hier geht’s zur Bestellung). Wer frisch auf dem Markt einkauft ist mehr draußen, wer den Brotbeutel mit zum Bäcker bringt, kommt irgendwie immer ins Gespräch, wer mit Familie oder Freunden frisch kocht, nimmt sich mehr Zeit füreinander. Und das Beste: Du musst nicht mehr so oft den Müll rausbringen!

4. Die Umwelt

Mit #Plastikfasten hilfst du der Umwelt an mehreren Stellen: Du produzierst weniger Müll, der (in Frankfurt) meistens verbrannt oder (in geeigneten Anlagen) energieintensiv recycelt werden muss. Du verbrauchst weniger von der endlichen Ressource Erdöl, aus der Plastik hergestellt wird. Du verhinderst, dass Plastikpartikel in dein Essen, deinen Körper, ins Grundwasser, ins Meer gelangen.

5. Den Handel

Die #Plastikfasten-Aktion wird immer häufiger von den Medien aufgegriffen. Indem du mitmachst, zeigst du, dass du mit dem bestehenden Angebot nicht zufrieden bist. Sogar große, wenig auf Nachhaltigkeit bedachte Unternehmen wie Rewe oder Edeka wollen Alternativen zur Plastikverpackung finden. Das ist die Logik des Marktes: Wenn etwas nicht mehr nachgefragt ist, wird es vom Markt genommen.

Veränderung beginnt also in deinem Einkaufskorb – aber das reicht noch nicht. Es braucht nachhaltige, innovative Unternehmen, die Vorreiter sind und alternative Verpackungsmöglichkeiten aufzeigen. Es braucht Menschen, die sich für Nachhaltigkeit engagieren – politisch, ehrenamtlich, unternehmerisch. Hier ein gutes Beispiel aus unserer Region: Die Online-Plattform place2help hilft nachhaltigen Projekten und Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet Unterstützer und Finanzierung zu finden.


Zusammenfassung dieser Plastikfasten-Woche

Montag: Briefkasten

Zum Start in die Woche ein Tipp, der euch jahrelang Müll sparen wird, ohne dass ihr viel dafür tun müsst. Einfach nur ein Schild an den Briefkasten kleben. „Bitte keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen“ sollte reichen – spart jährlich ca. 2,5 Kilogramm unbestellte Werbesendungen ein, von denen fast alle in Plastik verpackt oder beschichtet sind.

Wer ganz sicher gehen möchte, kann sich in die Robinsonliste aufnehmen lassen. Wer dort eingetragen ist, wird von den Listen der Werbe-Direktvermarkter gestrichen. Bei Katalogen und persönlich adressierter Werbung hilft leider nur, den Absender bzw. Hersteller darum zu bitten, die Werbung zu unterlassen. Da ist die Gesetzeslage doch recht altmodisch, wenn man es mit dem Internet vergleicht: Jede Werbe-Mail, die ich ungebeten erhalte, ist grundsätzlich als unerlaubte Werbung verboten. Warum gilt das nicht in der analogen Welt?

Dienstag: Seife

Schön soll‘s aussehen im Bad – wenn da nur die knallbunten Duschgelflaschen nicht wären! Wir empfehlen euch den Umstieg auf Naturkosmetik am Stück – sprich Seife – aus drei Gründen:

1. Verursacht weniger Müll. Bei uns bekommt ihr Seife lose, bei Duschgel werft ihr 11 Plastikflaschen pro Jahr weg.
2. Ist gesünder. Herkömmliche Duschgele können Mikroplastik sowie krebserregende und allergieauslösende Stoffe enthalten.
3. Hält länger. Duschgel besteht fast nur aus Wasser und ist schnell verbraucht. Seife hält im Durchschnitt fünf Mal länger.

Zur handgemachten Seife bei gramm.genau

Mittwoch: Milchprodukte

Plastikfreier Frühstückstisch … für uns sehr schwer, denn wir haben in Frankfurt leider keine plastikfreie pflanzliche Milch gefunden. Da heißt es also: Selbermachen! zu euren Tipps

Kuhmilch haben wir im Bioladen, im Käseladen und auf dem Erzeugermarkt bekommen, ebenso leckeren Joghurt. Auf den Gläsern findet sich das Kürzel „MMP“, das steht für Milch-Mehrweg-Pool, d. h. die Gläser werden mindestens 40 mal wiederverwendet, wenn ihr sie zurückgebt.

Aufgepasst: Nicht alle Molkereiprodukte im Glas kommen aus der Nähe. Der lange Transport im Glas (wiegt mehr als Plastik) kann, wenn man den gesamten Kreislauf von Plastik und Glas betrachtet, eine höhere CO2-Bilanz verursachen. Eine Studie gibt an, dass sich Glas nur bei einem Transportweg unter 400 km (bzw. in einer anderen Studie bis 800 km) rentiert.

Hier die Distanzen zu den Molkereien, die wir in Frankfurter Bio-Supermärkten gefunden haben: Schrozberger Milchbauern 166 km, Söbbeke 339 km, Andechser 428 km, Berchtesgadener Land 522 km. In der Käsestube – Gutes aus Milch gibt es übrigens Milch direkt aus dem Odenwald.

Schmeckt lecker mit unserem gramm.genau-Crunchy. hier geht’s zum Frühstücks-Mix

Donnerstag: Müllbeutel

Müllbeutel ohne Plastik … da kommen wir ins Grübeln. Die Bloggerin Bea Johnson schafft es, durch Müllvermeiden, Wiederverwenden, Kompostieren und Recyceln so gut wie gar keinen Restmüll zu produzieren. In einem Jahr hat ihre Familie gerade mal ein Einmachglas Müll produziert!

Wir dagegen brauchen immer noch die Mülltüte und haben uns gefragt, was für Alternativen es gibt. Einige Blogs empfehlen uns zur Tüte gefaltetes Zeitungspapier. Für nassen Müll ist das weniger praktisch. Andere nutzen nur kompostierbare Bio-Müllbeutel. Sind teils in der Produktion ressourcensparender, aber wenn sie im Restmüll landen, werden die letztlich auch nur verbrannt. Wieder andere nutzen gar keinen Müllbeutel und waschen ihren Mülleimer heiß aus.

Für uns der vorerst praktikabelste Tipp: Plastikverpackungen, die im Haushalt anfallen, als Mülltüten wiederzuverwenden, z. B. Toilettenpapierverpackungen. zu euren Tipps

Freitag: Einkaufsbeutel

#Plastikfasten – da darf die Kritik an der Plastiktüte ja nicht fehlen? Die sparen wir uns, schließlich wurde es oft genug gesagt, in einigen Ländern ist die Plastiktüte sogar verboten. Im Land Hessen, genauer gesagt auf der Berger Straße, gibt es eine tolle Erfindung: Taschenstationen, bei denen sich jeder, der seinen Einkaufsbeutel vergessen hat, bedienen kann und jeder, der 15 Jutebeutel zu Hause liegen hat, kann 13 davon für die Gemeinschaft abgeben. Tolle Idee!

Kurze Info zur Ökobilanz: Im Vergleich zur Plastiktüte muss eine Papiertüte mindestens 3 Mal, ein Baumwollbeutel mindestens 30 Mal wiederverwendet werden, um den Ressourceneinsatz in der Herstellung auszugleichen. Mal davon abgesehen landet Plastik in der Umwelt und bleibt dort bis zu rund 800 (!) Jahren, bis es zerfällt, während organische Stoffe schneller und ohne Umweltschäden in den Kreislauf eintreten.

Für unseren plastikfreien Lieferservice haben wir übrigens einen Jutekreislauf erfunden: Die Kunden bekommen ihre Bestellung per Lastenrad im Jutebeutel, der dann bei der nächsten Bestellung ausgetauscht wird.

Samstag: Lose und unverpackt einkaufen

Wie könnt ihr Müll beim Einkauf gar nicht erst entstehen lassen?

Lose bzw. unverpackt einkaufen! Das erfordert ein bisschen Vorbereitung, da man eigene Dosen, Gläser oder Stofftaschen (z. B. dünne Baumwollsäckchen für Lebensmittel) dabeihaben muss.

Wo könnt ihr in Frankfurt lose / unverpackt einkaufen?

+ Bei Bio-Läden und Mini-Märkten (Obst & Gemüse, Eier)
+ Bei unserem Lastenrad-Lieferservice (trockene Lebensmittel, Kosmetik, Haushaltsprodukte)
+ In Fachgeschäften (Käse, Fleisch, Aufstriche, Essig & Öl, Tee, Kaffee, Gewürze, Nudeln)
+ In Bäckereien und Backshops (Brot, Brötchen, Kuchen etc.)
+ Bei unserem Kooperationsladen Main Gemüse auf der Berger Straße (Obst, Gemüse, trockene Lebensmittel)
+ In der Kleinmarkthalle
+ Auf dem Markt (Obst, Gemüse, Eier, Käse und Milchprodukte)

Unser Tipp: Stellt euch ein Set an Behältnissen für den Wocheneinkauf zusammen, auf dass ihr jede Woche zurückgreifen könnt. Das ist einmal Aufwand, spart aber langfristig Zeit und Verpackung.

#Plastikfasten Woche 1: Nur was für Reiche?

Wir sind begeistert: So viele Follower, Fans und Interessierte machen mit beim #Plastikfasten! Wir haben viele Tipps bekommen und gegeben – die Zusammenfassung findet ihr unten. Und wurden gefragt: Was kostet ein plastikfreier Einkauf? Kann ich mir das überhaupt leisten?

5 Erkenntnisse zu #Plastikfasten und Geld

Bei dieser Frage gibt es zwei vorherrschende Meinungen. Die einen sagen, nachhaltige Produkte sind so teuer, dass es sich nur die oberen 10% der Bevölkerung leisten können. Die anderen sagen, ein müllfreier Lebensstil ist nicht nur gut für die Umwelt sondern auch für den Geldbeutel. Was stimmt denn nun?

1. Lebensmittel-Einkauf

Wie in vielen Dingen liegt die Realität irgendwo dazwischen. Wir müssen unterscheiden zwischen der Produktqualität und der Produktverpackung. Hier beginnt schon die Herausforderung: Beim Discounter bekomme ich sehr günstige Lebensmittel aus konventioneller Herstellung, allerdings nur in Plastik verpackt. Wenn ich zum Bio-Händler gehe, bekomme ich Obst und Gemüse lose und viele frische Produkte in Mehrwegbehältern. Mein Einkauf wird hier verpackungsärmer, aber, da die Produkte hier eine bessere Qualität haben, auch teurer.

Erkenntnis No1: Verpackung und Qualität lassen sich nicht trennen. Wer weniger Müll will, muss bessere Qualität kaufen und dafür mehr bezahlen.

2. Gewohnheiten

Coffee-To-Go, Salat mit Plastikgeschirr, Einkaufstüte: Alle diese Dinge gibt es nur, weil wir bequem sind und sich damit Geld verdienen lässt. Hier ist die Stelle, an der #Plastikfasten richtig Geld spart! Mehrweg-Kaffebecher sind eine einmalige Anschaffung und sparen jeden Tag Geld: Wer sich seinen Kaffee zu Hause brüht, spart mit jedem Becher bis zu 1,50 Euro. Weitere Spartricks: Einkaufsbeutel selbst dabeihaben, Salat zu Hause vorbereiten und im Glas / in der Dose mitnehmen, Wasserflasche unterwegs auffüllen statt teures Flaschenwasser am Bahnhof zu kaufen. Einsparfaktor: Je nach Konsumverhalten über 100 Euro im Monat (Single-Haushalt).

Erkenntnis No2: Aus Bequemlichkeit greifen wir häufig zu Convenience-Produkten. Wer stattdessen gezielt konsumiert und sich vorbereitet, spart bares Geld!

3. Kaufentscheidungen

Wichtige Frage beim #Plastikfasten: Brauche ich das wirklich? Allein schon dadurch, dass wir überflüssige Dinge nicht kaufen, sparen wir Geld und schonen die Umwelt. Und haben mehr Zeit, die wir mit schönen Dingen verbringen können. Plastikfreie Anschaffungen sind häufig teurer, halten aber auch länger. Ein Beispiel ist unser Shampoo am Stück: Kostet zwar doppelt so viel wie ein Shampoo im Drogeriemarkt, hält aber auch doppelt so lange. (von der Qualität mal ganz abgesehen, siehe 1.)

Erkenntnis No3: Indem wir Kaufentscheidungen hinterfragen, sparen wir Geld. Nachhaltige Produkte sind aber in der Erst-Anschaffung teurer.

4. Fertig VS Selbstgemacht

Selbst kochen ist günstiger als auswärts essen. Reinigungsprodukte selbst herstellen ist günstiger als in die Drogerie zu gehen. Stoffsäckchen selbst zu nähen ist günstiger als sie zu kaufen. Mit etwas Übung gelingen diese Dinge schnell und sparen Geld (hierzu bald mehr Tipps). Andere Produkte sind in der eigenen Herstellung sehr aufwendig und daher praktischer fertig zu kaufen. Wer am Selbermachen keine Freude hat, kann kann sich Freunde dazuholen – gemeinsam macht es mehr Spaß!

Erkenntnis No4: Mit Selbermachen kann man Geld sparen, man muss aber die Zeit dafür haben.

5. Mengen und Preise

Überdimensionierte Verpackungen mit wenig Inhalt findet man häufig im Supermarkt. Dieses Marketing verleitet uns dazu, mehr Geld auszugeben, als wir es eigentlich tun würden. Beispiel Cornflakes: Hier ist es für Hersteller besonders leicht, weniger Inhalt für den gleichen Preis zu verkaufen. Ebenso bei Pralinen, Scheibenkäse und Spülmittel. Wer lose kauft, bekommt ein besseres Gefühl für Mengen und Preise. Häufig kaufen wir übrigens mehr als wir eigentlich brauchen: In Deutschland werden pro Kopf jährlich Lebensmittel im Wert von 235 Euro weggeworfen. Diese Lebensmittel gar nicht erst zu kaufen spart Ressourcen und schont den Geldbeutel.

Erkenntnis No5: Mogelpackungen weglassen und Lebensmittelverschwendungen stoppen spart bares Geld!

Fazit: Insgesamt geben wir beim #Plastikfasten zwar mehr für hochwertige Lebensmittel aus, sparen aber viel Geld durch bewussten Konsum unterwegs, durch ein besseres Gefühl für Preise und Mengen und durch Selbermachen. Beim #Plastikfasten werden neue Anschaffungen wie zum Beispiel Trinkflaschen nötig, diese rentieren sich aber langfristig.

Wir geben euch in den nächsten Wochen weitere Tipps, um euch das Plastikfasten so einfach und günstig wie möglich zu machen. Neben Alltags-Tricks und Tipps werden wir euch wirklich praktische, faire und nachhaltige Produkte empfehlen, die wir alle selbst getestet und für gut befunden haben.


Zusammenfassung dieser #Plastikfasten-Woche

Donnerstag: Fastenregeln

1) Im Alltag begegnen uns Plastikverpackungen überall! Erster #Plastikfasten-Schritt: Den Tag über aufschreiben, wo Plastikmüll entsteht. Fragt euch: Was sind meine 5 größten Müllmacher?

2) Im 2. Schritt geht es darum, sich zu überlegen, welche Alternativen es gibt. Da ist Mehrweg immer eine gute Lösung. Guckt zu Hause, welche Mehrwegverpackungen ihr schon habt: Dosen, Flaschen, Schraubgläser, Stoffbeutel, aber auch Tücher (dazu zeigen wir euch bald mehr Tricks). Diese einfachen und günstigen Müllvermeider schreibt ihr ebenso auf die Liste. Vielleicht könnt ihr heute schon eine Dose für euren Mittagssnack einpacken? 

3) Dann kommt noch Schritt 3: Überlegt euch, wo ihr möglicherweise gestresst gedankenlos Dinge kauft, die ihr vielleicht gar nicht braucht, z. B. Coffee-to-Go, Müsli-to-Go, Energy-Drinks, Schokoriegel usw. Diese Dinge geben zwar einen kurzfristigen Kick, kommen aber fast immer in Plastik. Auch hierzu geben wir euch in den nächsten Tagen einfach umsetzbare Tipps und #lifehacks.

Franzi stellt im Hessischen Rundfunk die besten #Plastikfasten-Hilfsmittel vor (ab Minute 14): service:trends vom 14.2.2018

Wir freuen uns, dass unsere #Plastikfasten-Aktion von so vielen Medien aufgenommen wurde und wir dadurch viele Menschen erreichen und motivieren!

Freitag: Leitungswasser

Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: Trinkflasche einpacken und Einwegplastik sparen! Stündlich werden in Deutschland 2 Millionen Einwegplastikflaschen verbraucht, Tendenz steigend. Würde man den daraus jährlich resultierenden Müllberg auskippen, würde er ganz Kassel bedecken!

Was viele nicht wissen: Leitungswasser hat in Deutschland eine sehr gute Qualität, während Flaschenwasser meist weniger Mineralstoffe enthält und je nach Herkunft sogar Abbauprodukte von Pestiziden enthält. An vielen Orten kann man mittlerweile Leitungswasser kostenlos abfüllen  einfach nach dem blauen Refill-Sticker Ausschau halten. (PS: Designer gesucht – wer macht uns den Refill Frankfurt Sticker?)

Samstag: Obst- und Gemüseverpackungen

Wusstet ihr, dass mehr als die Hälfte des Verpackungsmülls in Deutschland durch Obst- und Gemüseverpackungen entsteht? Dabei ist lose kaufen in vielen Supermärkten, in allen Bio-Läden und auf Märkten möglich. Vorbereitet sein ist alles: Wer den eigenen Obst- und Gemüsebeutel dabei hat, vermeidet mit jedem Einkauf Müll! Die Säckchen lassen sich aus alten Laken oder Stoffresten ganz einfach selber nähen. Oder ihr könnt die Upcycling-Beutel in unserem Online-Shop bestellen. 

Eine andere tolle Alternative, die sich hoffentlich bald durchsetzt: Gelasertes Gemüse! Von wegen „man muss die Bio-Gurke in Plastik einschweißen, damit man sie von der weniger wertigen Gurke aus konventionellem Anbau unterscheiden kann.“ Mit Laser-Logo ist gar keine Verpackung mehr nötig. Und seien wir mal ehrlich: Biogurke in Plastik ist wie ein Tierschützer im Pelz!

Mitmachen: Feedback und Plastikfastenzeit

Zeit zum Auspacken! Oder besser gesagt Anpacken! Denn so eine unverpackte und müllfreie Gesellschaft entsteht nicht von selbst, sondern dadurch, dass jede/r im Alltag etwas verändert. Deswegen haben wir euch – Unverpackt-Fans, Neugierige, Follower, schon zu Anfang unseres Projekts gefragt, wie ihr die Plastikfrei-Idee am besten im Alltag umsetzen könnt. Und wir fragen wieder und wieder, weil wir glauben, dass so ein großes Vorhaben nur gelingen kann, wenn alle mitmachen.

#supportyourlocaldealer

Wir wären euch sehr verbunden, wenn ihr euch fünf Minuten Zeit nehmen könntet, um unsere Umfrage zu beantworten.

Hier geht’s zur Umfrage

Danke an euch und an alle Bestandskunden, die bereits am Wochenende unsere erste Umfrage ausgefüllt haben. So können wir unser Angebot verbessern und hoffentlich noch mehr Leute auf unser Ziel aufmerksam machen.

#plastikfasten 2018

Habt ihr euch schon etwas für die Fastenzeit vorgenommen? Wie wäre es denn mit Plastikfasten? Hier sei schon einmal angekündigt, dass wir auch in diesem Jahr ab dem Aschermittwoch ordentlich Werbung für einen müllfreien Lebensstil (zero waste life style) machen werden. Mit der zweiten Auflage unserer #plastikfasten-Kampagne möchten wir mehr Leute für ressourcenschonenden Konsum sensibilisieren.

Was wir nicht möchten: Mit erhobenem Zeigefinger ein paar Mitmenschen ein schlechtes Gewissen machen. Was wir sehr gern möchten: Plastikfreie Tipps und Alltagskniffe zeigen, mit denen ihr eurer Gesundheit etwas Gutes tut, Geld spart und an Lebensqualität gewinnt. Klar, auf Plastik zu verzichten löst nicht alle Probleme. Aber wenn unsere Stadt in einem Wohlstandsmüllberg verottet, weil wir zu viele Coffee-to-go getrunken haben ist das irgendwie auch keine Option. Ein wiederverwendbarer Becher wie der cup2gether auf der Berger Straße ist schon mal ein Anfang (bringt Leute zusammen, vermeidet Einwegplastik). Was wir euch noch empfehlen: wie ihr Freunde und Familie motiviert, mitzumachen/bei der Stange zu halten, verraten wir in der Zeit vom 14. Februar – 29. März auf unseren Kanälen: Blog I facebook I instagram

Wir freuen uns, wenn ihr (wieder) mitmacht und fleißig eure Erfahrungen teilt!

Christine, Franzi, Jenny und Tamas


Diese Woche in und um Frankfurt

Für alle, die mehr über eins der größten Umweltprobleme unserer Zeit erfahren wollen: „A Plastic Ocean“ Film und Diskussion mit gramm.genau u. a. (Freitag, 16. Februar um 18 Uhr im Startwerk A, Äppelallee 27, Wiesbaden)

Für alle, die uns unterstützen wollen: Umfrage zum Onlineshop (bis Sonntag, den 19. Februar)

 

Fast geschafft! #Plastikfasten Woche 6

Hallo ihr Lieben,

wir haben es fast geschafft: In ein paar Tagen endet die Fastenzeit und hinter uns liegen bereits sechs Wochen Plastikfasten. Bevor wir das Experiment auswerten, blicken wir noch ein letztes Mal in die Tipps der Woche:

1. Granola selbst machen

Pimp my Müsli! Granola oder auch Crunchy ist die süße, geröstete Frühstücksflocken-Variante. Granola kann man mit lose eingekauften Zutaten einfach selber machen. Man nehme: 3 Tassen Basismüsli, 1 Tasse Nüsse, 1 Tasse Kerne, 1 TL Zimt, 1 halbe Tasse Ahornsirup oder Honig (regional), 1 Prise Salz. Alles gut durchmischen und auf dem Backblech bei 190 Grad eine halbe Stunde im Ofen rösten und abkühlen lassen. Schmeckt super mit frischem Joghurt aus dem Glas und Obst.

2. Gewürze lose mitbringen lassen

Andernorts hat unverpacktes Einkaufen Tradition. Aus dem Urlaub mitbringen (lassen): lose Gewürze, Nüsse und Trockenfrüchte. Bringt Fernweh für den Gaumen!

3. Grüne Smoothies mixen

Wohl der gesündeste müllfreie Snack ist der grüne Smoothie. Fast alle Pflanzenteile werden verwertet und liefern jede Menge Vitamine. Wir packen Wildkräuter, Fenchel, Salat, Avocado, Banane und Ingwer in den Mixer und sagen: „Prost, Smoothie“!

4. Picknickkorb packen

Kennt ihr das? Ihr geht wandern und mitten im Wald liegt Müll? Dabei muss das nicht sein – es gibt so schicke Picknick-Sets, die man wiederverwenden kann. Für die kleine Brotzeit unterwegs eignen sich auch Baumwollsäckchen oder gefaltete Küchentücher. Diese Technik heißt „Furoshiki“ und wurde in Japan erfunden. Ein tolles Video dazu findet ihr hier.

5. Flyer abfotografieren

Flyer und Broschüren sind meist aufwendig produziert und landen nach kurzer Zeit wieder im Müll. Die einfachste Art, dieser Verschwendung entgegenzuwirken: Gar nicht erst Flyer mitnehmen sondern einfach abfotografieren. So bleibt die Info im Handy und ihr tragt keinen Müll nach Hause. Langfristig bleibt nur zu hoffen, dass sich müllfreie Marketing-Maßnahmen durchsetzen.

6. In Wachspapier einpacken

Bienenwachspapier (oder auch Beeswrap genannt) scheint wieder modern zu sein. Es ist sehr beweglich, kann abgespült und wiederverwendet werden. Wir finden, es ist eine praktische Alternative zu Aluminium- und Plastikfolie. Wir benutzen es zum Abdecken von Lebensmitteln im Kühlschrank, für Sandwiches und haben es meist im Rucksack für den spontanen Snack vom Bäcker.

7. Etikettenentferner selbst machen

Seitdem wir Plastikfasten, sind wir immer häufiger dabei, Gläser auszuspülen. Damit sich die Etiketten besser lösen lassen, bepinseln wir sie mit einer selbstgemachten Lösung aus 120 g Natron, 50 ml Speiseöl und 15 g Spülmittel (das man übrigens auch selber machen kann). Etwas einwirken lassen und warm abspülen. Diesen Tipp haben wir übrigens von einer Kundin bekommen – danke, Dagmar!

Das waren die Tipps der Woche, die ihr wie immer auch auf Instagram findet. Jetzt bleibt uns nur noch, euch schöne freie Ostertage zu wünschen! Wir melden uns in Kürze…

 

Frühlingshafte Grüße,

eure Christine, Franzi, Tamás und Jenny

 

Die allerbesten Müllvermeider der Stadt #Plastikfasten

An die allerbesten Müllvermeider der Stadt! Schon sind weitere sieben Tage #Plastikfasten vorbei und wir blicken mit euch zurück auf eine Woche in der Selbstmach- und Ideen-Werkstatt von gramm.genau. Alle Tipps gibt es wie immer auch auf Instagram.

1. Waschmittel selber machen

Es ist kaum zu glauben, wie günstig man Drogerieprodukte aus wenigen Hausmitteln selbst herstellen kann. Wir haben am Montag aus Kernseife, Waschsoda, Wasser und etwas Lavendelöl unser eigenes Bio-Flüssigwaschmittel zusammengemischt. Die Zutaten dafür könnt ihr übrigens alle im Laden auf der Berger Straße grammgenau und verpackungsfrei abfüllen. Bitte vorsichtig zu Hause ausprobieren, zum Beispiel mit diesem Rezept.

2. Rasierhobel aus der Schublade holen

Wann wurde eigentlich der Rasierhobel durch Einweg- oder Mehrwegrasierer aus Plastik ersetzt? Wir waren im Fachgeschäft „Bürstenhaus“ in der Frankfurter Innenstadt unterwegs und haben uns die verschiedenen Modelle des traditionellen Rasierers zeigen lassen. Bei allen werden wiederverwendbare Rasierklingen in den Hobel gespannt. Die Klingen sind schärfer, halten länger und Nachfüllpacks gibt es in Papierverpackungen.

3. Teesieb aktivieren

Ob Omas altes Tee-Ei, das schicke Tee-Set mit Edelstahlsieb oder einfach die Ikea-Kanne mit Einsatz: Teebeutel vermeiden spart gleich drei Mal Verpackungen: Die Box (nicht selten mit Plastikfolie), die einzelnen Teebeutel, den Bindfaden und die (teils beschichteten) Papierschildchen. Wem doch Mal ein Teebeutel ins Haus kommt: Die kleine Metallklammer kommt in den Restmüll, Schildchen zum Altpapier und der Beutel selbst eignet sich als Biodünger im Blumentopf.

4. Da haben wir den Salat! – vom Markt holen

Der Tipp ist nicht neu, das Rezept aber schon: Vom Markt haben wir Chicorée, Kopfsalat, Radieschen, Gurke, Tomaten, Möhren und Feta (in die eigene Dose gefüllt, z. B. am Wochenmarkt an der Konstablerwache) geholt. Alles klein schneiden, Salat mit Öl und Essig anmachen. Feta vierteln und in einer Panade aus Ei, Milch, Mehl, Paniermehl und Sesam (gibt es jetzt auch grammgenau zum Abfüllen) wenden. 4-5 Minuten mit etwas Öl anbraten und Fetastücke auf dem Salat anrichten. Guten Appetit!

5. Getränke in Mehrwegflaschen kaufen

Das deutsche Pfandsystem ist für Umweltschützer aus anderen Ländern ein Traum. Hersteller verwenden gemeinsame Standard-Flaschen, wie z. B. die VdF für Fruchtsäfte. Die Flaschen werden bis zu 40 Mal wiederverwendet und dann an die Hersteller zurückgeschickt. Wer nicht tragen möchte, kann Flaschen auch liefern lassen – zum Beispiel von gramm.genau / MainGemüse per Lastenrad.

6. Spaghettidose selbst machen

Ihr habt uns schon einige kreative Transportmöglichkeiten für Spaghetti gezeigt. Diese Woche stellen wir unseren Favouriten vor: Die leere Stapelchips-Dose im eigenen Design. Einfach eine leere Chipsdose nach Gusto verzieren, bemalen, bekleben, lieb gewinnen und immer wieder zum losen Spaghetti-Kauf benutzen.

7. Plastikfreies Bad einrichten

Uns gefällt am Besten am #Plastikfasten, dass es viele Orte aufgeräumter und schöner aussehen lässt. So zum Beispiel das Bad. Formschöne Seifen statt verbeulte Duschgels mit Werbesprech. Eleganter Rasierhobel statt grelle Plastikrasierer-Packung. Kleines Beutelchen für Menstruationstasse statt Tamponberg. Nur eine Müll-Hürde haben wir noch nicht nehmen können, die guckt ihr euch am besten selbst unter diesem Link an.

 

Wir hoffen, ihr habt mittlerweile genauso viel Spaß am #Plastikfasten wie wir und starten mit euch in die sechste Woche. Au revoir!

Franzi, Christine, Tamás und Jenny

 

 

Gute Neuigkeiten und noch mehr #Plastikfasten-Tipps

Liebe Fasten-Freunde,

bei gramm.genau gibt es tolle Neuigkeiten und wir sind überglücklich! Wir, also Christine, Franzi, Tamás und Jenny, sind als „AndersGründer“-Stipendiaten in das Social Impact Lab in Frankfurt aufgenommen worden. Das Social Impact Lab ist eine Art Brutkasten für Sozialunternehmer. Wir können deren Büro ab sofort als Arbeitsplatz nutzen und uns dort von Marketing-Experten, Juristen und anderen Menschen mit viel Erfahrung beraten lassen.

Warum wir das brauchen? Ja, der Laden auf der Berger Straße läuft sehr gut (und daran habt ihr den größten Anteil!!). Noch schöner fänden wir es aber, wenn FrankfurterInnen auch in anderen Stadtvierteln müllfrei einkaufen könnten. Deswegen tüfteln wir gerade an einem neuen Geschäftsmodell. Kleiner Tipp: Es kommen neue Kooperationsläden darin vor. An dieser Stelle berichten wir bald mehr dazu!

Doch jetzt ist uns erstmal daran gelegen, mit euch heil und frohen Mutes durch die Fastenzeit zu kommen. Die Tipps der Woche findet ihr hier zusammengefasst und wie immer auf Instagram.

1. Briefkasten schützen

Wer kennt sie nicht, die Broschüren vom Möbelhaus oder die in Plastik eingeschweißten Wochenblätter mit Werbebeilage, die ungefragt im Briefkasten landen. Und von denen man höchstens eine im Jahr liest und den Rest direkt in die Mülltonne befördert. Wir helfen uns mit einem Sticker am Briefkasten. Ab sofort heißt es: „Werbung nein danke!“

2. Deckel für den Topf finden

Wer sagt eigentlich, dass Reste im Kühlschrank immer mit Plastikfolie abgedeckt werden müssen? Ok, das macht ihr wahrscheinlich sowieso schon lange nicht mehr. Wir probieren immer mal wieder etwas Neues auf unseren Töpfen und Schüsseln, zum Beispiel Teller und Geschirrtücher, die passen auf jedes Gefäß.

3. Untenrum müllfrei bleiben

Das geht an alle, die ein Mal im Monat ihre Tage haben. Eine durchschnittliche Frau verbraucht in ihren Leben ca. 16.800 Tampons. Eine echte müllfreie Alternative dazu und bei Sportlerinnen bereits beliebt ist die Menstruationstasse: eine Art Gummikelch, der die Flüssigkeit sammelt. Es gibt die Menstruationstassen in vielen Farben (u. A. von Lunette), sie sind einfach anzuwenden und bequem. Probiert es mal aus!

4. Shampoo austauschen

Wenn das alte Shampoo aufgebraucht ist, kann eine neue, müllfreie Alternative her: Ein ShampooBit® ist ein festes Stück (sieht aus wie eine Seife, ist aber extra für Haare angefertigt) zum Haare waschen. Diese gibt es, wie Shampoo aus der Flasche, in vielen verschiedenen Gerüchen und für verschiedene Haartypen. Bei uns findet ihr momentan drei verschiedene Haarseifen von Rosenrot. Am besten nicht direkt in der Dusche aufbewahren, sondern auf einer luftdurchlässigen Unterlage (wie eine Luffa-Scheibe oder einfache Seifenablage).

5. Alles fresh? Flasche dabei haben

Frisch gezapft schmeckt es doch am besten: Leitungswasser in Deutschland hat in den allermeisten Fällen sehr gute Qualität und lässt sich unterwegs fast überall beziehen. Ein Mehrwegflasche für Wasser ist für uns daher ein Muss für die Handtasche/Rucksack.

6. Produkte weiterverarbeiten

Klar, die Verpackung von Mehl ist meistens aus Papier, trotzdem wird sie nach Gebrauch weggeworfen. Mit der alten Verpackung in der einen und den Körnern eurer Wahl in der anderen Hand könnt ihr euer eigenes Mehl herstellen. Im Main Gemüse haben wir eine Mühle dafür, aber auch Alnatura und Basic bieten eine zur Nutzung an.

7. Machs dir selbst! Brot backen

Nachdem wir eigenes Mehl hergestellt haben, möchten wir daraus natürlich auch etwas machen: Ein leckeres Brot (hier mit Dinkel). Folgendes Rezept haben wir verwendet: 500g Mehl, 1 Päkchen Hefe (oder alternativ Natron), 2 TL Salz ,1/2 Liter Wasser, Optional: Vers. Körner. Alles vermischen, in eine vorgefettete Form geben und bei 200 Grad ca. 80 Minuten backen.

 

Wir freuen uns auf die nächste Woche mit euch und sind voller Motivation,

euer gramm.genau-Team

Christine, Franzi, Jenny und Tamás